Forderungsmanagement

10 Tipps gegen Zahlungsausfall

Der Umgang mit und die Realisierung von offenen Forderungen im medizinischen Bereich ist ungleich komplizierter als in anderen Branchen. Das liegt daran, dass Ärzte durch den hippokratischen Eid zur Verschwiegenheit über Patienten- und Gesundheitsdaten verpflichtet sind.

Ärztliches Forderungsmanagement führt deshalb nur auf zwei Wegen ans Ziel: Entweder weist der Arzt in seiner letzten betrieblichen Mahnung explizit darauf hin, dass die Forderung nach Fristablauf an einen Inkassodienstleister übergeht, oder er lässt Patienten schon im Vorfeld der Behandlung eine vorsorgliche Entbindungserklärung unterzeichnen. „Wir raten hier eindeutig zur zweiten Variante“, erklärt Winhart, „Für die Erste fehlt schlicht der gesetzliche Rahmen. Eine stillschweigende Zustimmung des Patienten für die Entbindung von der Verschwiegenheit wird im Ernstfall keiner rechtlichen Prüfung standhalten. Deshalb bieten wir unserer ärztlichen Mandantschaft Rechtssicherheit, indem wir eine vorformulierte Erklärung anbieten.“

Alfons Winhart, Vorstand der PNO inkasso AG, zeigt Ihnen anhand von zehn Tipps, wie Sie das Risiko eines Zahlungsausfalls mindern können.

1. Stellen Sie Rechnungen ohne Zeitverzögerung

Stellen Sie Ihre Rechnungen unmittelbar, nachdem Sie eine Dienstleistung erbracht haben. Mit einer verbindlichen Rechnung samt Rechnungsdatum sind Sie auf der sicheren Seite, falls Zahlungen ausbleiben. Denn nur, wer seine Ansprüche rechtzeitig geltend macht, kann bei Bedarf schnell und problemlos mit dem Mahnwesen beginnen.

2. Legen Sie Zahlungsfristen fest

Vergessen Sie nicht, eine Zahlungsfrist in der Rechnung festzulegen. Das erleichtert Ihnen nicht nur die Kontrolle des Zahlungseingangs, auch Ihrem Kunden fällt es so leichter, das Zahlungsziel einzuhalten. Denn nur wenn Sie einen festen Termin kommunizieren, entstehen keine Missverständnisse, bis wann der Rechnungsbetrag Ihrem Konto gutgeschrieben sein soll.

Gleichzeitig können Sie den Zahlungseingang – sortiert nach Datum – mit weniger Aufwand kontrollieren.

3. Automatisieren Sie Rechnungsstellung und Mahnwesen

Idealerweise sollten Sie Rechnungsstellung und Mahnwesen automatisieren. Eine Verknüpfung Ihres ERP- oder Fakturierungssystems mit den Systemen eines Inkassodienstleisters per bidirektionaler Schnittstelle ist unkompliziert und vor allem kosteneffizient. Offene Forderungen und das komplette Mahnwesen können Sie dann einfach per Mausklick an das Inkassounternehmen übergeben. Zuverlässige 128-Bit-verschlüsselte SSL-Schnittstellen sorgen für maximale Sicherheit bei der Datenübertragung. Und aufgrund des geringen Aufwands lohnt es sich so, selbst Kleinstbeträge nachzuverfolgen.

Anzeige

Die Förderung für die Telematikinfrastruktur (TI) sinkt - das Herzens-Angebot der CGM kommt

Ab 01. Juli 2018 sinkt die Förderung der TI-Ausstattung erneut. Diese Unwägbarkeit will CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) mit dem Herzens-Angebot ausräumen und gibt allen Ärzten das TI-Versp... Mehr
Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

Weitere Artikel zum Thema:

Verjährungshemmung

Offene Forderungen absichern!


Auf diese Kriterien kommt es an

Tipps für die Wirtschaftlichkeitsprüfung


Existenzsicherung

Die Berufshaftpflichtversicherung – unverzichtbar für jeden Arzt


Vorteile für Selbständige und Gewerbetreibende

Telefontarif für Selbständige


Marburger Bund

Sonderkonditionen für Mitglieder


Anzeige