Einsatz der eGK

12 Systeme verlieren KBV-Zulassung

Die KBV muss zwölf Praxisverwaltungssystemen im Rahmen der technischen Umstellung auf die elektronische Gesundheitskarte die Zulassung entziehen. Die Anbieter haben ihre Systeme nicht fristgerecht zertifizieren lassen. Deshalb ist nicht sicher, ob die Daten ab dem 1. Oktober 2014 korrekt verarbeitet werden können.

In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September 2014 hatten alle Anbieter von Praxisverwaltungssystemen (PVS) die Aufforderung, der KBV in einem gesonderten Zertifizierungsverfahren nachzuweisen, dass ihr System ab dem 1. Oktober 2014 das eGK-Datenformat korrekt umsetzen kann. Die große Mehrheit der Softwarehäuser hat diese Zertifizierung auch erfolgreich abgeschlossen.

Einige Softwarehäuser haben trotz der frühzeitigen Informationen seit Herbst 2013, mehrmaligen anschließenden Aufforderungen zum Einleiten des Zertifizierungsverfahrens und einer finalen Fristsetzung die Zertifizierungsunterlagen nicht rechtzeitig und vollständig in der Prüfstelle der KBV eingereicht. Diesen Softwarehäusern wurden nun die Zulassung entzogen, da zu befürchten ist, dass die Personalienfelder der Formulare nicht korrekt bedruckt werden. Das hätte zum Beispiel zur Folge, dass die Formulare in Laboren, Apotheken und anderen weiterverarbeitenden Stellen gegebenenfalls nicht akzeptiert würden. Ebenso wären Probleme mit fehlerhaften Abrechnungen zu erwarten.

Die betroffenen Softwarehäuser sind aufgefordert, schnellstmöglich eine Neuzertifizierung ihrer Software zu beantragen und bei der KBV durchzuführen. Die gültigen Zulassungslisten sind auf der Homepage der KBV einzusehen. www.kbv.de

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