Vorsorge

Mühevolle Suche nach dem besten Versicherer

Wer Policen abschließt, will dies beim Günstigsten tun. Was aber ist ein günstiger Versicherer? Antworten können Ratings und Rankings geben. Doch Versicherungsvergleiche sind diffizil.

Die Ranking- und Ratingssucht hat Schwächen. Wenn ein Magazin das Unternehmen X hochstuft, macht das andere prompt das Gegenteil. Die Gewichtung ist oft nicht nachvollziehbar. Zudem sind bloße Vergangenheitsrechnungen so wenig hilfreich, wie hochtrabende Zukunftsprognosen. Das schlechte Unternehmen von gestern kann sich inzwischen gebessert haben, das gute verschlechtert. Deshalb will man Tests mit Unternehmenskennzahlen unterlegen – etwa mit Anlagerendite, Eigenkapitaloder Kostenquote. Aber auch da gibt es Vorbehalte. Wenn Opel heute in der Krise ist, muss das Auto nicht auch schlecht sein.

Umgekehrt: Ein gutes Unternehmen mit Super-Kennzahlen muss nicht auch Topprodukte haben. Es kann etwa die Gewinne vorrangig den Aktionären zuschieben und die Kunden erst in zweiter Linie bedienen. So sind also auch die Vergleiche, die das Unternehmensrating zu Lasten des Produktratings in den Vordergrund stellen, mit Vorsicht zu genießen. Wichtiges Qualitätsmerkmal ist immer auch die Beschwerdequote – aber Vorsicht, noch viel wichtiger ist das Preis-Leistungs-Verhältnis.

In der Sachversicherung spielt dies eine besondere Rolle. Weil immer mehr Unternehmen versuchen, auf der Leistungsseite „Bonbons“ einzubauen, die die Mitbewerber nicht haben. Auf der Preisseite ist mittlerweile ein Rabatt-Krieg ausgebrochen, bei dem kaum noch jemand durchblickt.

Bei der Lebensversicherung kommt es vor allem darauf an, welche Reserven ein Unternehmen hat, um die Gewinnbeteiligung einhalten zu können. Wer stille Reserven anzapfen kann, die im Laufe der Jahre gebildet wurden, hat zum Schluss größeres Stehvermögen.

In der Krankenversicherung schließlich dominiert eindeutig die langfristige Beitragsstabilität. Aber: Manche Gesellschaften verzögern erforderliche Anpassungen, um im Konkurrenz-Vergleich die Nase vorn zu halten. Später, wenn es dann gar nicht mehr geht, müssen die Prämienerhöhungen dann eben nachgeholt werden. Da die PKV gerade für Ärzte lebensbegleitend ist, sollte vor allem ein spezifisches Ärzte-Tarifprogramm im Vordergrund stehen.

Die Zeitschrift Capital hat zum zweiten Mal die besten Lebens-, Kranken- und Sachversicherer mit dem Titel „Versicherungs- Champion“ ausgezeichnet. Basis ihrer Bewertungen war ein mehrstufiger Test des Preis-Leistungs-Verhältnisses von mehr als 10.000 Tarifen, die – zusammen mit zwei Analysehäusern – anhand von Modellfällen untersucht wurden. Hinzu kamen spartenspezifische Bewertungen.

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