Komplexes Steuerrecht

28 Prozent lassen sich von einem Steuerberater helfen

Das deutsche Steuerrecht ist ausgesprochen komplex. Selbst Profis haben es schwer, den Überblick zu behalten. Wer möglichst viel rausholen will, muss aber gut informiert sein. Deshalb lassen sich immer mehr Steuerzahler von einem Steuerberater helfen. Ärzte sollten hier allerdings besonders wählerisch sein.

Für die Steuerzahler ist der 31. Mai jedes Jahr ein wichtiger Tag: Bis zu diesem Stichtag, muss jeder, der zu der Abgabe einer Einkommenssteuererklärung für das aktuelle Kalenderjahr verpflichtet ist, seine Steuererklärung beim zuständigen Finanzamt abgegeben haben – sofern er seine Einkommensteuererklärung nicht von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein erstellen und abgeben lässt. Dann verlängert sich die Frist nämlich automatisch bis zum 31. Dezember. Ein Antrag auf Fristverlängerung muss also nicht gestellt werden.

Es sprechen natürlich noch andere Dinge dafür, einen Profi einzuschalten. der kennt im Zweifelsfall nämlich alle wichtigen Tricks und Kniffe und vor allem die Lücken des Steuerrechts, so dass sich die Investition in seine Dienste auf jeden Fall lohnt. Aktuell lassen sich rund 28 Prozent der Deutschen von einem Steuerberater unterstützen. Das gilt für Männer und Frauen nahezu gleichermaßen: Knapp ein Drittel der steuerpflichtigen Frauen zwischen 18 und 65 Jahren sagen: „Ich habe einen Steuerberater, der alles für mich erledigt.“ Bei den Männern sind es 25,2 Prozent. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft. Befragt wurden 1.002 Personen, davon waren je die Hälfte Frauen und Männer.

Besonders gut Verdienende vereinbaren besonders oft einen Termin beim Steuerberater: In der Gruppe derjenigen, die über ein Haushaltsnetto-Einkommen von 3.000 Euro (und mehr) verfügen, liegt der Wert bei 22,3 Prozent. Beachtliche 35,8 Prozent derjenigen, die ein Haushaltsnetto-Einkommen zwischen 2.500 Euro und 3.000 Euro haben, vertrauen ihre Unterlagen dem Steuerprofi an. In der Einkommensgruppe 2.000 Euro bis 2.500 Euro sind es gut ein Drittel. Bei den Altersgruppen lassen sich Unterschiede feststellen: Gut ein Drittel der 46-Jährigen und älter nutzen professionelle Hilfe. Bei den 18-30-Jährigen und sind es gut ein Viertel, ebenso bei den 31- bis 45-Jährigen.

Regional sind Unterschiede sichtbar: Im Osten vertrauen 34,1 Prozent ihrem Steuerberater, der Westen Deutschlands folgt mit 32,4 Prozent. Im Süden sind es rund ein Fünftel, das sich Rat holt.

12,2 Prozent derjenigen, die mit einem Steuerberater zusammenarbeiten, haben ihn im Internet gefunden. Je höher das Einkommen ist, desto eher war dies der Fall: Fast ein Fünftel der gut Verdiendenden (3.000 Euro und mehr) wurden online fündig. Bei den Haushalten mit einem Netto-Einkommen von 2.500 Euro bis 3.000 Euro sind es 14,6 Prozent.

Wer einen Steuerberater in seiner Stadt sucht, kommt beim Branchenverzeichnis Gelbe Seiten zum Ziel: Aktuell können Suchende aus über 57.000 Einträgen deutschlandweit den Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in ihrer Nähe finden – Print, online und mobil.

Ärzte sollten allerdings genau hinschauen: Vor allem Mediziner, die eine Gemeinschaftspraxis, ein Ärztehaus gründen oder in die Integrierte Versorgung (IV) einsteigen wollen, brauchen einen Spezialisten. Der sollte sich nicht nur im Steuer-, sondern auch im Vertragsarztrecht auskennen, damit der Niedergelassene nicht in der Gewerbesteuerfalle landet. Worauf Sie bei der Wahl des Steuerberaters sonst noch achten sollten, erfahren Sie hier.

Die Online-Umfrage führte das Hamburger Institut Mafo im März 2016 im Auftrag der Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft durch. Befragt wurden 1.002 Personen, davon waren je die Hälfte Frauen und Männer. Jeweils gut ein Drittel der Teilnehmer waren zwischen 18 bis 30 Jahre alt sowie zwischen 31 bis 45 Jahren und 46 bis 65 Jahren. Die Haushaltsnettoeinkommen lagen zwischen unter 1.000 Euro (Minimum) und 3.000 Euro und mehr (Maximum).

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