Motivation und Disziplin in der Praxis

5 goldene Regeln der Mitarbeiterführung

Wenn es im Team menschelt, kann das je nach Reibung die besten Organisationsabläufe sprengen. Praxischefs beugen vor, indem sie in den jeweils richtigen Momenten Nahbarkeit und Grenzen aufzeigen.

Was bedeutet es, ein Team wirklich zu führen? Jenseits des rein Organisatorischen? Abläufe können noch so reibungslos geplant sein – der Faktor Mensch funkt vor allem dann dazwischen, wenn es im Zwischenmenschlichen knirscht. Gerade die Krise verlangt aber, besonders gut zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen. Als Chef haben Sie wichtige Möglichkeiten in der Hand, um Ihr Team zusammenzuhalten.

Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter ein

„Man kann nicht nicht kommunizieren“, sagte der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick. Ein Chef, der sich zurückzieht und kaum redet, wirkt verunsichernd. Es mag simpel klingen, aber Augenkontakt, ein Lächeln oder Zunicken signalisieren Ihren Mitarbeitern, dass sie wahrgenommen und geschätzt werden – und dass Sie in entscheidenden Momenten tatsächlich ansprechbar sind.

Wenn Sie zeitunkritische Entscheidungen für die Praxis treffen müssen, holen Sie die Sicht Ihrer Mitarbeiter ein. So können Sie mehr Perspektiven abwägen und werden vielleicht auf etwas aufmerksam, das Ihnen sonst entgangen wäre. Ihre Angestellten werden Ihr Vertrauen zu schätzen wissen und mit Sorgfalt antworten.

Wertschätzen Sie gute Arbeit, ohne zu übertreiben. Nicht jede ausgeführte Tätigkeit muss gelobt werden, doch gelegentliche Gesten der Anerkennung und des Danks prägen sich ein und motivieren.

Zudem sind Mitarbeiter Menschen und haben als solche Umstände und Befindlichkeiten. Nehmen Sie sich immer mal wieder bewusst Zeit für persönliche Gespräche. Machen Sie sich anschließend Notizen. Fragen Sie ein paar Tage oder Wochen später, wie es der Person jetzt mit dem geht, was sie zu diesem Zeitpunkt beschäftigt hat. So bindet man Mitarbeiter.

Was auch immer Sie von Ihren Mitarbeitern erwarten, sollte von Ihnen gelebt werden: Zuverlässigkeit, Aufmerksamkeit, Höflichkeit. Der Ton des Chefs ist der Taktgeber für die Musik in der Praxis.

So kommt Konsequenz positiv an

Es gibt Momente, da ist kein Raum für Diskussionen. Sofern sich Fordern und Fördern bei gleichzeitigem Grundvertrauen die Waage halten, bleibt Ihnen auch bei knackigen Ansagen die Loyalität gewiss.

Ein Führungsfehler, der demotiviert
Nichts nimmt der Eigeninitiative den Wind so aus den Segeln wie das Mikromanagen eines Chefs. Eine Aufgabe wird zwar erst delegiert, dann wird aber doch wieder hineingegrätscht. So etwas fördert die Passivität Ihres Teams — und Sie bekommen immer mehr das Gefühl, „alles selbst machen zu müssen“. Kommunizieren Sie stattdessen klare Leistungsvorgaben und Entscheidungsrahmen. Unterstützen Sie Mitarbeiter bei der Lösungsfindung von Problemen. Das wirkt zunächst zeitaufwendig, spart Ihnen aber auf lange Sicht umso mehr Zeit.

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Author's imageIlias TsimpoulisManaging Director bei Doctolib

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