Sichere Investitionen

Aktien oder Anleihen?

„Wer gut essen will, kauft Aktien, wer gut schlafen will, kauft Anleihen“, lautet eine Regel des Börsenexperten André Kostolany. Doch ganz so einfach ist es nicht, meint Finanzberater Andreas Kätsch*.

Übersetzt bedeutet Kostolanys Tipp: Kaufen Sie Anleihen und halten Sie sie bis zur Fälligkeit. Sie bekommen regelmäßig Zinsen und eine garantierte Rückzahlung. Für einen Imbiss reicht das auf jeden Fall. Wenn Sie aber regelmäßig im Nobelrestaurant dinieren möchten, müssen Sie schon ein bisschen mehr riskieren. Auch wenn Ihnen die Turbulenzen an der Börse das eine oder andere Mal den Schlaf rauben, sind Aktien hier das Mittel der Wahl. Allerdings sind auch Anleihen manchmal nicht ganz ohne.

Die Regel „Wer gut essen will, kauft Aktien, wer gut schlafen will, kauft Anleihen“ passt perfekt in die reale Börsenwelt. Denn die Mehrrendite von Aktien gegenüber Anleihen ist in Relation zum eingegangenen Risiko tatsächlich erheblich. Was Sie allerdings immer auf dem Radar haben sollten: Das „gut schlafen“ bei Anleihen gilt allerdings nur für kurze Zeitabschnitte. Langfristig sind nämlich Staatsanleihen alles andere als sicher. Ein Blick in die Vergangenheit bestätigt dies: Von 1900 bis 2009 lag der reale Ertrag deutscher Anleihen bei durchschnittlich zwei Prozent Minus. Im gleichen Zeitraum rentierten sich Aktien mit drei Prozent Plus.

Hat man diese Punkte vor Augen, ist das Fazit daraus eigentlich klar. Aktien oder, falls Sie breiter streuen wollen, besser Aktienfonds sollten Ihr Langfristdepot dominieren, nicht die vermeintlich sicheren Anleihen. Dann können Sie im Alter gut essen – und heute schon gut schlafen.

Andreas Kätsch ist unabhängiger Finanzberater in Leverkusen. Sie erreichen ihn unter Telefon: 0214 86 90 90 4, Fax: 0214 833 64 365 und eMail: kaetsch@lk-finanz.com

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