In Bayern

Allgemeinärzte verbuchen knapp drei Prozent mehr Honorar

Die Ärzte in Bayern dürfen sich freuen: Laut aktueller Honorar-Statistik zählen sie zu den Gewinnern der Honorarreform und verdienen nun im Durchschnitt deutlich mehr.

In Bayern gibt es unter den niedergelassenen Haus- und Fachärzten insgesamt mehr Gewinner als Verlierer durch die Honorarreform. Bei annähernd gleichen Patientenzahlen wie im Vorjahr verbuchten laut einer aktuellen Erhebung der KV Bayerns die Allgemeinärzte und Praktischen Ärzte im Durchschnitt 2,9 Prozent mehr Honorar.

Praxen, die dennoch von Umsatzeinbußen betroffen gewesen seien, konnte durch eine mit den bayerischen Krankenkassen vereinbarte Konvergenzregelung geholfen werden, teilte die KV Bayerns (KVB) im Rahmen einer Pressekonferenz in München mit. Demnach sollen deren Verluste auf Grund der Honorarreform im ersten Quartal 2009 auf maximal fünf Prozent begrenzt werden. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in denen es vielen Menschen sehr schlecht geht, muss man einen Weg finden, um das solidarische System der Gesetzlichen Krankenversicherung aufrechtzuerhalten“, erklärte KVB-Chef Dr. Axel Munte. Deshalb sei es ein Gebot der Vernunft gewesen, mit den Krankenkassen eine erweiterte Konvergenzregelung zu beschließen. Negativ betroffen von der neuen Systematik sind laut Munte zum Beispiel die Anästhesisten, operativ tätige Orthopäden und Urologen, Kardiologen, Neurochirurgen, Radiologen sowie Physikalisch-Rehabilitative Mediziner.

Insgesamt stehen laut KVB rund 42 Millionen Euro mehr von den Krankenkassen für die Vergütung der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Bayern zur Verfügung als im Vorjahr. Aus Sicht des KVB-Vorstands ist man auf dieser Basis in der Lage, die flächendeckende ambulante Versorgung auf hohem Niveau im Freistaat zu bewahren. Auch das Fazit der KVB zur Lage im hausärztlichen Bereich fiel positiv aus.. Bei annähernd gleichen Patientenzahlen wie im Vorjahr konnten die Allgemeinärzte und Praktischen Ärzte im Durchschnitt 2,9 Prozent mehr Honorar verbuchen, die hausärztlich tätigen Internisten durchschnittlich 4,4 Prozent mehr und die Kinderärzte durchschnittlich 6,0 Prozent mehr.

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