GKV

Ambulante Medizin erhält in diesem Jahr 3,7 Prozent mehr

In 2010 steigen die Kosten für die ambulante Medizin um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt werden die gesetzlichen Krankenkassen 2010 mit einem leichten Minus abschließen.

„Erwartungsgemäß weiter ungünstiger verlaufen als im vergangenen Jahr“ ist die Finanzentwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Jahr 2010. Das berichtet das Bundesgesundheitsministerium (BMG) am 7. Dezember. Während die Kassen vom ersten bis dritten Quartal 2009 einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro verbuchten, betrug der Überschuss im gleichen Zeitraum 2010 nur noch rund 277 Millionen Euro. Für den weiteren Jahresverlauf ist zu beachten, dass die Ausgaben der Krankenkassen im vierten Quartal regelmäßig höher sind als im Durchschnitt der ersten drei Quartale, während die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds gleich bleiben. Das Ministerium geht daher von einem leichten Minus der Kassen am Jahresende aus.

Die Leistungsausgaben der Krankenkassen sind im ersten bis dritten Quartal 2010 um 3,9 Prozent je Versicherten gestiegen. Damit bewegen sich die aktuellen Ausgabenentwicklungen laut BMG im Rahmen der bisherigen Erwartungen für das Gesamtjahr 2010. Dem Ausgabenanstieg stand ein Zuwachs der Kasseneinnahmen von 2,7 Prozent gegenüber. Dieser Einnahmezuwachs resultierte vor allem aus einem höheren Bundeszuschuss.

In den größeren Leistungsbereichen ist die Entwicklung der Ausgaben unterschiedlich verlaufen: „Der Zuwachs von 3,7 Prozent je Versicherten bei den Ausgaben für ambulante ärztliche Behandlung zeigt, dass sich die Honorarsituation für Ärzte auch in diesem Jahr verbessern wird“, so das Ministerium. Der Anstieg bei den Ausgaben für die Krankenhausbehandlung lag je Versicherten bei 4,5 Prozent. Auch dieser Zuwachs setzt auf einen Anstieg von 6,6 Prozent im Jahr 2009 auf. Der Anstieg der Arzneimittelausgaben ohne Impfkosten lag bei 4,2 Prozent je Versicherten.

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