Demografischer Wandel und Geriatrie

An die richtige Abrechnung denken!

Aktuellen Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zufolge wird im Jahr 2030 gut ein Drittel der deutschen Bevölkerung über 65 Jahre alt sein. Insbesondere die Gruppe der hochaltrigen Menschen (85 Jahre und älter) wird in den kommenden Jahren stark zunehmen. Die medizinische Versorgung älterer Menschen – die Geriatrie – wird deshalb immer mehr zum Tätigkeitsschwerpunkt niedergelassener Ärzte. Eine Entwicklung, die auch bei der Abrechnung entsprechend berücksichtigt werden muss.

Wir leben in einer Gesellschaft des längeren Lebens. Bereits heute besteht ein großer Teil der Patienten niedergelassener Ärzte aus älteren oder gar hochaltrigen Menschen. Diese Altersverteilung wird durch den demografischen Wandel zukünftig noch weiter verstärkt. Mit fortschreitendem Alter verändert sich der Organismus und damit der Mensch in seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen. Dies bewirkt eine Häufung bestimmter medizinischer und in der Folge auch pflegerischer Probleme, der so genannten „Alterskrankheiten“ wie z. B. Hörstörungen, Arthrose, Alzheimer, Parkinson, Osteoporose, Schlafstörungen. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Myokardinfarkt, Schlaganfall, Hypertonie), Krebserkrankungen und andere chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Osteoporose nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Die Menschen mit diesen Krankheiten bedürfen häufiger medizinischer Behandlung.

Um eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung unter Berücksichtigung der damit verbundenen Multimorbidität sicherzustellen, wird die Geriatrie (Altersmedizin) deshalb immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Geriatrie befasst sich neben Alterungsprozessen mit diagnostischen, therapeutischen, präventiven und rehabilitativen Aspekten der Erkrankung alter Menschen. Wichtiger Bestandteil einer optimalen geriatrischen Versorgung ist die Einschätzung der Patienten hinsichtlich ihrer medizinischen, psychosozialen und funktionellen Möglichkeiten. Dieser Vorgang wird als Geriatrisches Assessment bezeichnet und ist im Idealfall ein mehrdimensionaler, interdisziplinär aufgebauter Prozess.

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Jürgen Veit

Jürgen Veit

Leiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

Jürgen Veit ist bei der CompuGroup Medical Deutschland AG für die Kommunikation D-A-CH verantwortlich. Der Kommunikationswirt war vorher rund 25 Jahre in führenden Funktionen in internationalen Kommunikationsagenturen tätig.

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