Spartipps

Erste Hilfe gegen steigende Benzinkosten

Und täglich ein Allzeithoch: Inzwischen kostet Superbenzin 1,50 Euro. Damit haben sich die Benzinkosten in einer Dekade verdoppelt. Das tut weh – arzt-wirtschaft FINANZEN bietet Ihnen deshalb schmerzlindernde Spartipps.

Klagen Sie nicht, sondern seien Sie froh, dass gleichzeitig mit dem Ölpreisanstieg der Dollarkurs in den Keller ging. Ohne Euro-Hype müssten Sie für den Liter Super jetzt schon längst mehr als zwei Euro zahlen. Ein Blick in die Vergangenheit macht deutlich, wie drastisch sich die Kosten für den Autofahrer dennoch erhöht haben. Vor zehn Jahren kostete ein Liter Superbenzin umgerechnet 81 Cent, Diesel war für 59 Cent zu haben. Damit hat sich der Dieselpreis auf heute 1,43 Euro mehr als verdoppelt. Ein Durchschnittsfahrer, der rund 1.000 Liter Benzin im Jahr verbraucht, muss 680 Euro zusätzlich aufwenden, der Diesel-Besitzer sogar 840 Euro mehr.

Bislang zahlen die Autofahrer die höheren Preise unter lautem Murren – aber sie zahlen. Weder die Zahl der Fahrzeuge noch der damit gefahrenen Kilometer pro Jahr haben sich bislang spürbar verändert. „Das Autofahren ist inzwischen so teuer, dass es kaum überflüssige Fahrten gibt, die sich einsparen lassen“, beobachtet etwa der ADAC-Verkehrsexperte Jürgen Albrecht. „Der Zweck der Mobilität ist nicht änderbar.“ Oder anders ausgedrückt: Zur Praxis und zu den Patienten muss der Niedergelassene auf jeden Fall.

Lässt sich dennoch Sprit sparen? „Es gibt nur wenige Stellschrauben, um an den Autokosten zu drehen“, sagt Albrecht. ARZT & WIRTSCHAFT hat Möglichkeiten zusammengetragen:

Tanken bei den Nachbarn. Bei den hiesigen Rekordpreisen für Benzin und Diesel kann sich das Tanken im benachbarten Ausland lohnen. Die Tankstellen in Deutschland gehören inzwischen zu den teuersten in Europa. Für Super müssen aktuell nur Niederländer (1,59 Euro) und Belgier (1,53 Euro) noch tiefer in die Tasche greifen. Beim Diesel liegen lediglich Dänemark (1,46 Euro) und Italien (1,45 Euro) über den deutschen Preisen.

Frühes Hochschalten spart Sprit. Experten raten: Bei niedriger Drehzahl schalten und fahren. Das heißt anschnallen, starten, nicht lange warten sondern gleich losfahren und schnell in den nächst höheren Gang schalten. Gefahren werden sollte gleichmäßig in hohen Gängen, also mit niedrigen Drehzahlen.

Im Verkehrsfluss schwimmen. Gleichmäßig fahren und den Schwung des Fahrzeugs nutzen bringt eine Ersparnis von rund zehn Prozent. Fahrer sollten frühzeitig den Fuß vom Gaspedal nehmen, wenn erkennbar nicht weitergefahren werden kann. Besitzt das Fahrzeug eine Schubabschaltung, wird in diesem Moment kein Kraftstoff mehr eingespritzt. Das ist dann gleichbedeutend mit Nullverbrauch.

Motor öfter abschalten. Wenn es sinnvoll ist, schnell den Zündschlüssel herumdrehen. Etwa vor Bahnübergängen bei geschlossener Schranke, an Ampeln bei längeren, bekannten Rotphasen sowie in Staus. Bei modernen, betriebswarmen Motoren ist das Abschalten des Motors ab einer Standphase von mehr als 20 Sekunden sinnvoll.

Ballast abwerfen. Auch Autos kennen das metabolische Syndrom, man kann sie deshalb abspecken: Kofferraum regelmäßig entrümpeln und dabei unnötiges Zusatzgewicht entfernen. Auch sollten Sie ungenutzte Aufbauten wie etwa Gepäckträger, Skihalter, Dachboxen und Fahrradhalter abmontieren. Jedes Gramm spart Sprit.

Reifendruck checken. Den Reifenluftdruck regelmäßig überprüfen und nötigenfalls korrigieren. Bei zu geringem Luftdruck leidet nicht nur die Sicherheit, auch der Spritverbrauch steigt. Schon 0,2 bar weniger erhöhen den Rollwiderstand bis zu zehn Prozent. Die Autoindustrie rüstet Neuwagen in der Regel mit Leichtlaufreifen aus. Beim Reifenwechsel sollte darauf geachtet werden, dass die alten durch neue Leichtlaufreifen ersetzt werden, auch wenn diese etwas mehr kosten sollten. Ihr Rollwiderstand ist geringer – das spart Sprit.

Stromverbrauch drosseln. Die Klimaanlage kostet zusätzlichen Kraftstoff. Die Aufheizung des Fahrzeugs lässt sich, falls möglich, durch einen schattigen Parkplatz in Grenzen halten. Front- und Heckscheiben-Heizung ausschalten, sobald die Scheiben frei sind.

Billigste Tankstelle heraussuchen. Verwenden Sie einen Benzinpreis-Vergleichsrechner, um die preiswerteste Tankstelle in Ihrer Nähe zu ermitteln. Weil die Benzinpreise volatil sind, lohnt es außerdem, nur kleinere Mengen zu tanken. Dieses „cost averaging“ gleicht Schwankungen aus und Sie laufen nicht Gefahr, zum Höchstkurs vollzutanken.

Weiterführende Infos zum download finden Sie hier:

Benzinpreis-Vergleichsrechner

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