Niedergelassene Ärzte

Hausärzte haben Arzneimittel im Wert von 40 Milliarden Euro verordnet

Niedergelassene Ärzte haben ihren gesetzlich versicherten Patienten im Jahr 2015 Arzneimittel im Wert von 40,8 Milliarden Euro verschrieben. Gegenüber dem Vorjahr ist das deutlicher Anstieg.

Im vergangenen Jahr gab es bei den durch Ärzte verordneten Medikamenten erneut einen deutlich Anstieg von 4,9 Prozent. Damit wurden 2015 Arzneimittel im Wert von rund 40,8 Millarden Euro verschrieben.

Durchschnittlich bekam jeder Versicherte Medikamente im Wert von 584 Euro verschrieben. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 570 Euro und 2013 bei 538 Euro. Dies teilt die Techniker Krankenkasse (TK) unter Bezug auf die Statistiken des GKV-Spitzenverbandes mit.

„Betrachtet man die Zahlen aus 2015, so scheint die Preissteigerung von 4,9 Prozent zunächst moderat. Das lässt jedoch außer Acht, dass wir bereits 2014 eine extreme Steigerung hatten, auf die nun wieder fast fünf Prozent kommen“, so Tim Steimle, Leiter des Fachbereichs Arzneimittel der TK. „Das AMNOG und auch die nun vorliegenden Vorschläge aus dem Pharmadialog werden die Arzneimittelausgaben nicht nachhaltig senken können.“

Die Rabatte der Arzneimittelindustrie bleiben hingegen mit etwa 2,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr stabil. Vor der gesetzlichen Senkung des Herstellerrabatts betrugen sie noch 3,6 Milliarden Euro (2013). „Um dem entgegenzuwirken, nutzen wir die Möglichkeit mit den Herstellern Rabattverträge für Generika und Originalpräparate zu schließen“, so Steimle.

Das Verschreibungsverhalten der Ärzte ist regional sehr unterschiedlich. Die höchsten Ausgaben pro Patient gab es mit 746 Euro in Hamburg, am günstigsten kamen die Krankenkassen in Schleswig-Holstein (500 Euro pro Versicherten in 2015) weg. Insgesamt leisteten die Versicherten Zuzahlungen von insgesamt 2,2 Milliarden Euro, was etwa 32 Euro je Versichertem entspricht.

Die vollständigen Statistiken können Interessenten unter www.gkv-gamsi.de abrufen.

Anzeige

Die Förderung für die Telematikinfrastruktur (TI) sinkt - das Herzens-Angebot der CGM kommt

Ab 01. Juli 2018 sinkt die Förderung der TI-Ausstattung erneut. Diese Unwägbarkeit will CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) mit dem Herzens-Angebot ausräumen und gibt allen Ärzten das TI-Versp... Mehr
Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

Weitere Artikel zum Thema:

Kostenloser Kalkulator

Online-Verdienstrechner für Allgemeinmediziner


Virchow-Bund

Niedergelassene fordern Finanzausgleich


IGeLn - aber richtig

Neuer Ratgeber für Ärzte


Vorteile für Selbständige und Gewerbetreibende

Telefontarif für Selbständige


Rahmenvorgaben 2016

1,2 Milliarden Euro mehr für Arzneimittel


Anzeige