GESAMTVERGÜTUNG

Auf Umwegen mehr Geld für die Hausärzte

Neue Runde im Dauerk(r)ampf um angemessene Arzthonorare. Nun steht die finanzielle Förderung der hausärztlichen Leistungen ganz oben auf der Agenda. Unser Autor ahnt: Hier bieten sich Chancen.

Zentrales Thema beim Gerangel um höhere Gesamtvergütungen ist die angemessene Berücksichtigung der Morbiditätsstruktur. Der Bewertungsausschuss empfiehlt hierzu die Beachtung der durch sein Institut ermittelten Veränderungsraten je KV-Bezirk. Die wurden auf Basis der vertragsärztlichen Behandlungsdiagnosen sowie demografischer Kriterien ermittelt (Alter und Geschlecht der GKV-Versicherten). Beide Veränderungsraten zu addieren, verbietet der Gesetzgeber. Also müssen sich die Kontrahenten noch auf eine akzeptable Gewichtung beider Veränderungsraten verständigen.

Die KVen und die GKV-Landesverbände können Zuschläge auf den nach dem Schlichterspruch ausgesprochen mickrigen 2013er Orientierungswert von 3,5363 Cent vereinbaren. Und zwar für besonders förderungswürdige Leistungen und ebensolche Leistungserbringer. Der Bewertungsausschuss empfiehlt da:

  • Eine Verbesserung der Versicherten-Versorgung liegt vor, wenn im Sinn besserer Ergebnisqualität der Behandlungserfolg gesteigert wird. Es gilt darzulegen, welche Versorgungsmängel bestehen und inwieweit durch Förderung eine Verbesserung der Ergebnisqualität bewirkt werden kann; hierzu können Zuschläge an Parameter der Struktur- und Prozessqualität gebunden werden.
  • Die Gesamtvertragspartner können Leistungserbringer in Planungsbereichen fördern, in denen ärztliche Unterversorgung schon eingetreten ist oder absehbar droht. Auch bei zusätzlichem lokalem Versorgungsbedarf (etwa in der hausärztlichen Versorgung) können Praxen finanziell unterstützt werden. Wichtig: Die Vertragspartner sind an diese Empfehlung nicht gebunden, Zuschläge für förderungswürdige Leistungen können auch nach anderen Kriterien vereinbart werden.

Da winken den Hausärzten finanzielle Verbesserungen: Regional können Zuschläge auf den Orientierungswert für Leistungen im hausärztlichen Versorgungsbereich vereinbart werden. Die Vergütungsanhebung bezieht sich dabei auf die Behandlung multimorbider Patienten, die mindestens dreifach chronifiziert sind. Diese Leistung wird künftig außerhalb der Regelleistungsvolumina mit festem Punktwert vergütet.

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