Aus Krisen lernen

Stellen Sie Ihre Anlagestrategie jetzt auf den Prüfstand

Ärzte sollten im Idealfall mehrmals pro Jahr die Qualität ihrer Anlagen, aber auch die Qualität der jeweiligen Anbieter prüfen und gegebenenfalls Anpassungen bei der persönlichen Anlagestrategie vornehmen.

Da es mittlerweile kaum noch eine Anlageform gibt, die nicht von der „Subprime- Krise“ betroffen ist, hilft auch eine grundsätzlich zu empfehlende Risikostreuung nur noch bedingt. Dies gilt zunächst einmal grundsätzlich für die Kreditwürdigkeit oder Bonität der Herausgeber der von Ärzten bevorzugten Anlageformen wie etwa festverzinslicher Schuldverschreibungen. Wer fragte in der Vergangenheit schon nach dem Rating etwa der großen deutschen Banken als wesentliche Emittenten solcher Wertpapiere? Es wurde aus gutem Grund unterstellt, dass finanzielle Probleme hier gar nicht stattfinden könnten.

Diese Einstellung muss sich nun ändern. Und sie tut’s bereits. Ärzte werden Anlageentscheidungen zu Gunsten eines oder mehrerer Anbieter von Finanzdienstleistungen zukünftig nicht mehr nur von den Risiken und Chancen einer Geldanlage abhängig machen müssen, sondern vor allem auch von der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Institutes. Zumindest scheinen Geldeinlagen, diese Einschätzung ist nach dem derzeitigen Stand der Dinge möglich, bei Bankinstituten zumindest dann sicher zu sein, wenn die Einlagensicherungssysteme funktionieren.

Die Folgen der Finanzkrise werden ebenfalls deutlich bei der näheren Betrachtung einzelner Anlagen, die in der Kapitalanlagestruktur von Ärzten je nach Anlagepolitik eine mehr oder weniger wichtige Rolle spielen. Vor allem bei Investmentfonds mit Schwerpunkten in Aktien, Festverzinslichen oder Immobilien muss auch weiter mit starken Schwankungen gerechnet werden. Dies gilt schon deshalb nicht nur für Aktien, sondern vor allem auch für Anleihen, Schuldverschreibungen oder Pfandbriefe, da hier bei steigenden Zinsen systembedingt erst mal fallende Wertpapierkurse die Folge sind.

Es wäre die sprichwörtliche „Kaffeesatzleserei“, würden hier derzeit Prioritäten zu Gunsten des einen oder anderen Investitionsschwerpunktes gesetzt. Im Ergebnis dürften sich weder Aktien noch Festverzinsliche noch Immobilien der längst auf die so genannte „Realwirtschaft“ ausgedehnten Finanzkrise entziehen können.

Auch bei Investitionen in Direktimmobilien bleibt ähnlich wie beim Kauf über Immobilienfonds abzuwarten, ob und in welchem Umfang die Krise auf die Umsätze der Mieter Auswirkungen haben wird und ob sich dies früher oder später in den Mietzahlungen an den Investor niederschlägt. Hinzu kommen Unsicherheiten bezüglich der Wertentwicklung der Immobilien. Und natürlich sollten auch Unternehmensbeteiligungen als Anlageformen unter diesem Gesichtspunkt gesehen werden.

Info-KOMPAKT

Im Ergebnis …

… werden Anlageerfolge fortan wesentlich von der regelmäßigen Kontrolle nicht nur der Entwicklung der mehr oder weniger komplexen Anlageprodukte abhängen, sondern in zunehmendem Maße von der Prüfung der Bonität der Anbieter dieser Produkte. Darüber hinaus ist durch die Krise deutlich geworden, dass Finanzinvestitionen selbst durch eine weltweite Streuung der Anlagegelder, die vor allem mit Hilfe der Banken und Versicherungsunternehmen bekanntlich möglich ist, keinerlei Garantie für Wertzuwächse und verlässliche Erträge ist.

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