Geldanlage

Basteln Sie sich Ihr Depot doch selbst!

Tages- und Festgelder bringen wenig. Banken locken gern mit Garantieanlagen. Die sind aber zu teuer. Sie können ihr Sicherheits-Depot auch selbst zusammenstellen, findet A&W-Autor Claus Cory und beschreibt, wie‘s geht.

Zinsanlagen haben Konjunktur. Weil sie angeblich Sicherheit bieten. 800 Milliarden Euro haben die Bundesbürger so investiert. Aber das ist kurz gedacht. Wer 100.000 Euro Festgeld zu einem Prozent für ein Jahr anlegt, verliert bei derzeitiger Inflationsrate 1.000 Euro, einfach so.

Die Garantiefonds der Banken sind indes eine teure Alternative: Sie investieren überwiegend in Aktien und versuchen, die Kurse über Termingeschäfte zu sichern. Dies gelingt meist nur unter günstigen Voraussetzungen. Hinter der Etikette „Ga- rantie“ verbirgt sich aber nur wenig Substanz. Der Hauptanteil wird in Aktien angelegt, mit einem kleinen Teil wird auf fallende Aktienkurse spekuliert. Durch diese Konstruktion können, je nachdem ob die Kurse steigen oder fallen, Ausschläge gedämpft werden. Und die Garantie zahlt der Anleger sowieso.

Die Lösung: Die Anlage selbst mischen – und zwar so, dass im schlimmsten Fall das Ausgangskapital erhalten bleibt. Dabei sind zwei Fälle denkbar. Beispiel: Sparer Dr. Müller legt von seinen 100.000 Euro 87 Prozent festverzinst an, für 13 Prozent kauft er Aktienfonds. Zeit- raum: fünf Jahre. Er geht dabei von der Annahme aus, dass die Aktienfonds total pleitegehen. Durch die Zinsen des Festgeldes kommt er dennoch auf ein kleines Plus. Da es unrealistisch ist, dass ein internationaler renommierter Aktienfonds Totalverlust bringt, geht Alternativ-Sparer Dr. Meier nur von möglichen 60 Prozent Wertverlust aus. Er erhöht den Aktienanteil daher auf 19 Prozent. Im schlechtesten Fall macht der Anleger kein Minus, auch er hat ein kleines Plus. Im günstigsten Fall aber könnte sein Depot auf 150.000 Euro klettern.

Fazit: Je höher der Festgeldzins, desto höher kann der Aktienanteil werden. Bei den Aktienfonds sollte man keinen Branchenfonds nehmen, auch keinen Länderfonds. Sinnvoll wäre ein internationaler bekannter Aktienfonds aus verschiedenen Sparten und Ländern. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt, wie hoch der Aktienanteil nach Festgeldzinssatz und Laufzeit sein darf, um keinen Verlust einzufahren.

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