Neue Regelung

Beiträge zur Krankenversicherung künftig besser absetzbar

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sollen dem am 19. Juni 2009 vom Bundestag beschlossenen Gesetzentwurf zufolge ab 2010 besser von der Steuer abgesetzt werden können. Das Gesetz soll zum 1. Januar 2010 in Kraft treten.

Die Steuerzahler sollen künftig bis zu zehn Milliarden Euro pro Jahr entlastet werden. Bisher können Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zusammen mit anderen Vorsorgeaufwendungen nur bis zu einer Höhe von 2.400 Euro oder 1.500 Euro steuerlich berücksichtigt werden. Die Höchstgrenze von 2.400 Euro gilt für Steuerpflichtige, die ihre Krankenversicherung allein finanzieren müssen, zum Beispiel Selbstständige. Die Grenze von 1.500 Euro gilt für Beihilfeberechtigte und Arbeitnehmer, die einen steuerfreien Zuschuss zu ihrer Krankenversicherung erhalten.

Künftig steigen die Abzugsvolumina jeweils um 400 Euro. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass die für eine Basiskranken- und Pflegepflichtversicherung gezahlten Beiträge voll abziehbar sind. Eine betragsmäßige Deckelung wird es insoweit künftig nicht mehr geben.

Das heißt: Liegt der Steuerzahler mit seinen Vorsorgeaufwendungen unter den neuen Grenzen, kann er diese steuerlich vollumfänglich ansetzen. Wendet er für seine Basiskranken- und Pflegepflichtversicherung mehr auf als 2.800 Euro beziehungsweise 1.900 Euro, kann er seine tatsächlichen Ausgaben für die Basiskrankenversicherung ansetzen. Beitragsanteile zu Komfortleistungen, wie Einzelbettzimmer oder Chefarztbehandlung, fallen allerdings nicht darunter. Dies gilt auch für den Anteil, der auf die Finanzierung des Krankengeldes fällt.

A&W-Tipp

Die Krankenversicherungen werden die auf die Basiskrankenversicherung entfallenden Anteile für steuerliche Zwecke ausweisen. Überprüfen Sie daher Ihre Kranken- und Pflegeversicherungen und nehmen Sie gegebenenfalls erforderliche Anpassungen vor.

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