Urteil des BFH

BFH entscheidet über Abzug erwerbsbedingter Kinderbetreuungskosten

Hintergrund: Paragraf 9c Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes (EstG) ermöglicht den Abzug von Kinderbetreuungskosten, die wegen Erwerbstätigkeit der Eltern anfallen. Das Gesetz sieht den Abzug von zwei Drittel der Aufwendungen vor, maximal 4.000 Euro je Kind.

Das Sächsische Finanzgericht hatte im vorgehenden Urteil vom 19. August 2009 die Klage zwar abgewiesen und entschieden, am Abzug von zwei Drittel der Aufwendungen bestünden keine verfassungsrechtlichen Bedenken. Hiergegen haben die Kläger jedoch Revision eingelegt, so dass nun das höchste deutsche Steuergericht entscheiden wird.

A&W–Tipp

Sie sollten gegen Einkommensteuer -Bescheide, in denen die erwerbsbedingten Kinderbetreuungskosten zu zwei Drittel berücksichtigt wurden, Einspruch einlegen und den Abzug der gesamten Aufwendungen für Kinderbetreuung beantragen. Zugleich sollten Sie das Ruhen des Verfahrens unter Verweis auf das beim BFH anhängige Revisionsverfahren (Az. III R 67/09) beantragen.

Bernhard Mayer ist Rechtsanwalt und Steuerberater in München, Sie erreichen ihn unter Telefon: 089 88949490, Fax: 089 8201210 und eMail: kanzlei@bernhard-mayer.biz

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