BFH-Urteil zum Einlagewert von Wirtschaftsgütern

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat eine für Steuerpflichtige günstige Entscheidung zum Einlagewert von Wirtschaftsgütern getroffen.

Wird ein Wirtschaftsgut vom Privat- in ein Betriebsvermögen eingelegt, muss die Bemessungsgrundlage für die danach vorzunehmenden Absetzungen für Abnutzungen ermittelt werden. Ausgangsgröße ist der Teilwert zum Zeitpunkt der Einlage. Dieser wird jedoch vermindert um die vor der Einlage bei Überschusseinkunftsarten bereits in Anspruch genommenen planmäßigen und außerplanmäßigen Absetzungen (BFH-Urteil vom 18. August 2009, Aktenzeichen: XR 40/06).

Damit können Steuerpflichtige vom aktuellen Zeitwert zum Zeitpunkt der Einlage, reduziert um eventuelle Abschreibungen, ausgehen. Unmaßgeblich ist dagegen der ursprüngliche, oft niedrigere Wert zum Zeitpunkt der Anschaffung.

A&W-Tipp

Wirtschaftsgüter aus dem Privatbereich, die mittlerweile auch oder ausschließlich betrieblich genutzt werden, können ins Betriebsvermögen eingelegt und entsprechende Kosten als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Dabei sollten Sie die aktuellen Werte ermitteln und dem Ausgabenabzug zu Grunde legen. Bei Werten bis 410 Euro können die Werte sofort als Betriebsausgabe abgezogen werden.

Der Autor: Bernhard Mayer ist Rechtsanwalt und Steuerberater in München, Sie erreichen ihn unter Telefon: 089 88949490, Fax: 089 8201210 und eMail: kanzlei@bernhard-mayer.biz

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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