Umfrage

Corona-Impfstoff: Das denken Praxis-Ärzte darüber

Plötzlich ist der Impfstoff gegen Corona in greifbare Nähe gerückt, doch die Skepsis in der Bevölkerung ist groß. Wie die Ärzteschaft dem Thema gegenüber steht, zeigt eine aktuelle Umfrage.

Die Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff ist groß – allerdings auch die Skepsis, ob ein so rasch durch die Zulassung geführter Impfstoff wirklich sicher genug ist. Wie sehen die Ärzte in den Praxen das Thema? Würden sich die Mediziner persönlich selbst sofort impfen lassen? Der Ärztenachrichtendienst (änd) führte am 11. November eine Blitzumfrage durch, an der sich rund 500 niedergelassene Haus- und Fachärzte beteiligten.

“Sollte ein Corona-Impfstoff in den nächsten Monaten zur Verfügung stehen: Würden Sie sich impfen lassen?”, lautete die an die Ärzte gestellte Frage. Insgesamt 65 Prozent der Ärzte bejahten die Frage und sprachen den europäischen Zulassungsbehörden somit das volle Vertrauen aus: 52 Prozent würden sich sofort impfen lassen, sobald ein Impfstoff verfügbar ist und die Impfung auch ihren Patienten oder einer ausgewählten Gruppe von Patienten empfehlen. Weitere 13 Prozent gaben ebenfalls an, sich impfen lassen zu wollen – eine Empfehlung gegenüber den Patienten halten sie allerdings nicht für sinnvoll.

Doch es gibt auch Skeptiker in der Ärzteschaft: 34 Prozent der an der Befragung teilnehmenden Mediziner wollen sich die Spritze nicht gleich im nächsten Jahr setzen lassen. Der Großteil davon (25 Prozent aller Umfrageteilnehmer) betont jedoch, dass er vielleicht später zur Impfung schreite, wenn über den Impfstoff mehr Erkenntnisse vorliegen. 10 Prozent lehnen eine Impfung mit einem Impfstoff gegen Corona auf absehbare Zeit komplett ab.

Corona-Impfstoff: Das denken die Praxis-Ärzte

Viel Zuversicht – aber auch Skepsis zeigte die Online-Umfrage, an der sich am 1. November insgesamt 496 Ärzte beteiligten. Grafik: obs/änd.de

An der Online-Befragung beteiligten sich am 11. November insgesamt 496 niedergelassene Haus- und Fachärzte aus dem gesamten Bundesgebiet.

Anzeige

„Ich würde sagen, dass 99 Prozent der Patienten positiv auf Doctolib reagieren.” - Dr. Christian Kors

Bereits 135.000 Ärzte und Behandler nutzen den Terminmanagement-Service Doctolib in Deutschland und Frankreich. Doch welche konkreten Vorteile bringt der Einsatz von Doctolib in der Praxis? Drei Ärz... Mehr
Author's imageIlias TsimpoulisManaging Director bei Doctolib

Weitere Artikel zum Thema:

Baden-Württemberg

Corona-Krise: Rund 1.000 Ärztinnen und Ärzte haben Hilfe angeboten


Kampf gegen das Virus

Weltweit über 1.000 Forschungsprojekte zu Corona


Neuer Höchststand

Krise: Coronavirus treibt Goldpreis nach oben


Analyse

Wirtschaft: So unterschiedlich meistern Länder die Corona-Krise


Kosten ohne Leistung

Mitgliedsbeiträge: Muss man während der Corona-Krise weiterzahlen?