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Corona-Krise: Liquiditätssicherung wird für Heilberufler zur neuen Herausforderung

Die Corona-Krise hat viele Heilberufler an ihre Leistungsgrenzen gebracht. Besonders hart wurden Praxisinhaber/innen getroffen, die nicht nur die beruflichen, sondern auch die wirtschaftlichen Herausforderungen meistern müssen. Dabei werden die langfristigen Folgen des Lockdowns für die Praxen erst allmählich sichtbar.

In den ersten Wochen der Corona-Krise waren in den Arztpraxen vor allem Flexibilität und Kreativität gefragt: Komplette Arbeitsabläufe mussten neu definiert, strengste Hygienemaßnahmen trotz mangelhafter Ausrüstung umgesetzt, Patienten zunehmend digital informiert oder betreut werden. Für die meisten Heilberufler und ihre Mitarbeiter nicht nur beruflich, sondern auch organisatorisch ein echter Kraftakt.

Jetzt rücken in Deutschlands Praxen aber die wirtschaftlichen Themen immer mehr in den Vordergrund. Allmählich werden nämlich die langfristigen Auswirkungen der Pandemie und des Lockdowns sichtbar. Vor allem der Patientenrückgang, von dem viele Haus-, Fach- und Zahnarztpraxen betroffen sind, macht den Betroffenen großes Kopfzerbrechen. “Wir werden aktuell mit vielen Fragen konfrontiert, die auf starke Verunsicherung hindeuten”, sagt Daniel Zehnich, Leiter des Bereichs Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik bei der apoBank. “Uns erreichen vor allem Sorgen um die Umsatzrückgänge und Liquiditätsengpässe.”

Was Heilberufler in Zeiten der Corona-Krise beschäftigt

Tatsächlich stellt die Entwicklung viele Praxisinhaber vor existenzielle Fragen, wie die aktuelle Umfrage der apoBank „Die Heilberufe-Umfrage zur persönlichen Einschätzung der Corona-Krise“, bestätigt. Demnach fürchten sich die befragten Heilberufler inzwischen weniger vor den gesundheitlichen als vielmehr vor den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie.

Laut Befragung verzeichnen bereits 58 Prozent der Heilberufler einen Rückgang der Patienten. Besonders stark sind Zahnärzte betroffen: Ganze 89 Prozent von ihnen melden rückläufige Patientenzahlen. Apotheken werden in Corona-Zeiten noch verhältnismäßig häufig frequentiert, doch auch hier geben 34 Prozent der Befragten zurückgehende Kundenzahlen an. Vor allem in Shopping-Malls angesiedelte haben unter den totalen Schließungen der ehemaligen Shopping-Hotspots zu leiden, Apotheken in Wohn- oder ländlichen Gebieten spüren hingegen weniger Veränderungen.

Weniger Patienten und Umsatz – und mehr Arbeit

Insgesamt sind rund 60 Prozent aller Befragten von Umsatzrückgängen betroffen. Das deckt sich mit den Erfahrungen der Heilberufe-Betreuer bei der apoBank, wie Daniel Zehnich bestätigt. „Einige Heilberufler mussten bereits Maßnahmen ergreifen, um den eigenen Praxisbetrieb zu sichern und die ambulante Versorgung auch weiterhin gewährleisten zu können“.

Wie die Ergebnisse der Umfrage weiter zeigen, bedeuten weniger Patienten außerdem nicht zwangsläufig weniger Arbeit: Nur 29 Prozent der Praxisinhaber vermelden sinkende, 44 Prozent sogar ein gestiegenes Arbeitsaufkommen. Bei den Apothekern verzeichnen knapp 70 Prozent mehr Arbeitsaufwand durch die Krise.

Staatliche Hilfen als Sofortmaßnahmen

Auf die Frage, welche Maßnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen sie ergreifen, haben 27 Prozent der Befragten angegeben, bereits Kurzarbeit angemeldet zu haben. Bei weiteren 29 Prozent war dieser Schritt zum Zeitpunkt der Umfrage bereits in Planung bzw. zumindest denkbar. Ob er tatsächlich noch umgesetzt werden kann, ist derzeit allerdings fraglich. Daneben haben elf Prozent bereits staatliche Unterstützung beantragt, knapp jeder Zweite (45 Prozent) hat sich mit diesem Gedanken zumindest schon auseinandergesetzt.

Einen bestehenden Kredit aufzustocken oder auszusetzen beziehungsweise neue Kredite zu beantragen, zieht knapp ein Drittel der Heilberufler in Betracht. Viele greifen außerdem auf Eigenmittel zurück: 46 Prozent haben bereits Privatvermögen umgeschichtet oder wollen auf diese Option in Zukunft ausweichen. Personal zu entlassen oder die Praxis bzw. die Apotheke vorübergehend zu schließen, ist für die Mehrheit der Befragten hingegen keine Option.

Schwarzmalerei oder realistische Einschätzung?

Zusammengefasst lässt sich durchaus sagen, dass ein Großteil der Heilberufler in Deutschland in den kommenden Monaten mit weiteren negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Liquidität der Praxis rechnet. Dass es sich hierbei nicht nur um Stimmungsbilder, sondern um eine realitätsnahe Einschätzung der Lage handelt, belegen die exklusiven Beispielszenarien von optiPrax*, die Sie hier kostenlos herunterladen können. Diese Berechnungen zeigen deutlich, wie stark die Sicherung der Liquidität die Praxisinhaber in Zukunft noch beschäftigen wird und mit welchen Folgen zu rechnen ist.

Exklusives Angebot für arzt-wirtschaft.de-Leser

Heilberufler, die an dieser Analyse für die eigene Praxis interessiert sind, können sich bei der apoBank einen von 250 Webinarplätzen sichern und ein persönliches Corona-Exposé erhalten. Das Webinar „Was bedeutet die Corona-Krise für meine Praxis?“ gibt einen Überblick über die Auswirkung auf die Praxiszahlen wie auch die Maßnahmen, die ergriffen werden können. Darüber hinaus bietet das Corona-Exposé einen Überblick über den individuellen betriebswirtschaftlichen Status Quo der Praxis. Bereits vor dem Webinar kann man mit dem Exposé eine Szenario-Analyse durchführen. Interessierte Heilberufler erhalten einen transparenten Einblick in Ihre aktuellen Zahlen und können so die einzelnen möglichen Szenarien besser einschätzen. Wer möchte, kann sich dazu außerdem persönlich von dem optiPrax-Team der apoBank beraten lassen.

So kommen Sie an Ihre individuelle Analyse

Wenn Sie Interesse an einer individuellen Berechnung der Szenarien haben, müssen Sie nur die folgenden 3 Schritte durchführen:
1. optiPrax-Formular auf www.opti-prax.de/auw ausfüllen
2. Individuelle Zahlen in das Formular einfügen + BWA beilegen
3. Beides per Mail an optiPrax zurücksenden

Ihre Auswertung erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden. Die Analyse erfolgt kostenlos und unverbindlich.

* optiPrax
optiPrax ist ein digitales Beratungstool zur Praxisberatung und ein Angebot der Deutschen Apotheker- und Ärztebank ( apoBank). optiPrax bietet eine umfängliche Finanzanalyse mit Einspar- und Umsatzpotentialen, Einnahmeüberschussrechnung, einen Vergleich mit der Benchmarkgruppe und die Ermittlung des Praxiswertes samt Vergleich mit dem tatsächlichen Marktpreis. Zur Leistung von optiPrax gehört ebenso eine Standortanalyse nach Praxisstandort und Patientenbewertung. Auch eine Praxisanalyse zur Terminauslastung und Praxissteuerung gehört zum Angebot. Weitere Informationen unter: https://opti-prax.de

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