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87.000 niedergelassene Haus- und Fachärzte bereit für Corona-Impfkampagne


Grafik: Ärzte und Praxen mit mehr als 10 Impfungen je Arzt

Wie steht es um die Impfkapazitäten in den Arztpraxen in Deutschland? Ziemlich gut, wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) meldet: Bundesweit stehen aktuell 87.000 niedergelassene Haus- und Fachärztinnen bzw. -ärzte bereit um die Impfung der Bevölkerung gegen SARS-CoV-2 zu unterstützen. Jetzt muss nur noch der Impfstoff kommen.

Bundesweit wurden 2019 in 55.100 Arztpraxen durch 87.007 Ärztinnen und Ärzte Impfungen verabreicht. 55.542 der impfenden Ärzte waren Hausärztinnen und -ärzte. Die übrigen 31.465 zählten zur Gruppe der Fachärztinnen und -ärzte. Jedoch gehören Impfungen nicht in jeder dieser Arztpraxen zur Kernaufgabe. In 47.734 Praxen sind durch mindestens einen Arzt oder eine Ärztin 10 oder mehr Impfungen verabreicht worden. Von diesen häufiger impfenden Praxen gibt es in der kleinsten Kassenärztlichen Vereinigung (Bremen) 370. In der größten KV (Bayerns) gibt es davon 7.321.

Unterstützung für 433 Impfzentren in Deutschland

Zum Vergleich: Bundesweit gibt es 433 Impfzentren. Um die erwachsene Bevölkerung (ab 18 Jahren) in Deutschland vollständig gegen das Coronavirus zu schützen, müsste jede der 47.734 viel impfenden Praxen jeweils 1.742 Bürgerinnen und Bürger ein bzw. zweimal impfen. Umgerechnet auf die 76.431 Ärztinnen und Ärzte, die in diesen Impfpraxen tätig sind, ergeben sich jeweils 1.088 zu impfende Patientinnen und Patienten. Je mehr Praxen sich beteiligen können, umso stärker sinkt die Zahl der notwendigen Impfungen je Arzt und Praxis.

Impfung der gesamten erwachsenen Bevölkerung bis Mitte August möglich

Aktuell geht das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) auf Basis der vorliegenden Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit in seiner Modellierung der COVID-19-Impfkampagne (https://www.zidatasciencelab.de/cov19vaccsim) davon aus, dass die gesamte erwachsene Bevölkerung bis Mitte Juli eine erste Impfdosis erhalten könnte und bis Mitte August zu durchimpfen wäre.

„Es kommt jetzt darauf an, möglichst viele Praxen in die Impfkampagne einzubeziehen. Das wird durch allmählich steigende Liefermengen verschiedener Hersteller vor allem ab Ende April voraussichtlich immer besser gelingen“, sagte der Zi-Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik von Stillfried.

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Ilias TsimpoulisManaging Director bei Doctolib

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