Boom bei jameda und CGM

Covid-19 führt zu steigender Nachfrage nach Videosprechstunden

Patienten bleiben lieber auf Distanz: Wie das Ärztebewertungsportal Jameda bestätigt, ist die Nachfrage nach zertifizierter jameda Videosprechstunde um mehr als 1.000 % im Vergleich zum Vormonat gestiegen.

Die Nachfrage nach der Videosprechstunde explodiert aufgrund der Corona-Krise – jedenfalls bei jameda, dem Online-Arzt-Patienten-Portal. Hier verzeichnet man einen extremen Anstieg um mehr als 1.000 % im Vergleich zum Vormonat durch Patienten. Auch die Zahl der die Videosprechstunde nutzenden Ärzte und Psychotherapeuten habe sich seit der Corona-Krise vervierfacht. Wie das Unternehmen bekannt gibt, werden aktuell im Vergleich zum Vormonat mehr als siebenmal so viele Videosprechstunden durchgeführt. Die Zahl der auf jameda buchbaren Videosprechstunden ist um mehr als 1.700 % gestiegen.

Immer mehr Ärzte testen die Videosprechstunde

Dr. Florian Weiß, Geschäftsführer von jameda: „Dieses enorme Interesse an unserer Videosprechstunde zeigt uns: Für Ärzte ist die telemedizinische Versorgung ihrer Patienten vor dem Hintergrund der Gefahren einer Infektion mit dem Coronavirus eine zentrale Unterstützung.” jameda leistet seinen Beitrag, in dem es den entsprechenden zertifizierten Service Ärzten bereits seit einigen Wochen kostenlos anbietet.

Auch bei CGM steigt die Nachfrage

Seit Anfang März stellt auch die CompuGroup Medical SE (CGM) ihre Videosprechstunden-Lösung als schnelle Hilfe beim Kampf gegen die Verbreitung des Corona-Virus für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Deutschland bis auf weiteres kostenlos zur Verfügung. Über 45.000 neue Kunden verzeichnet die “CLICKDOC Videosprechstunde” der CGM bereits, mehrere Tausend kommen täglich hinzu. 

„Seit dem Beginn unserer Aktion vor über drei Wochen stellen wir ein immenses Wachstum sowohl bei den Aufschaltungen als auch bei den durchgeführten Videosprechstunden fest“, erklärt Dr. Ralph Körfgen, Vorstand Arzt-, Zahnarzt- und Apothekeninformationssysteme der CGM. „Wir verzeichnen derzeit schon ca. 50.000 aktive Videosprechstunden pro Tag. Und wenn wir uns bewusst machen, dass dies unseren Kunden dabei hilft, womöglich Millionen von potentiellen COVID-19-Infektionen akut zu verhindern, erzeugt das bei uns allen eine ungeheuren Energieschub, noch mehr zu geben.“

Erleichterung bei der Abrechnung hilft dem Trend

Unterstützung kommt auch von offizieller Seite: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat sich mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen auf eine unbegrenzte Abrechnung für telemedizinische Behandlung geeinigt. Das könnte der Videosprechstunde tatsächlich den von diversen Anbietern schon so lang ersehnten Durchbruch bringen.

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