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COVID-Guide soll Patienten bei Selbsteinschätzung von Symptomen helfen


Frau mit Schutzmaske

Der vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) mitentwickelte COVID-Guide steht ab sofort im Internet kostenlos zur Verfügung. Mit der neuen Webapplikation können Hilfesuchende ihre gesundheitliche Situation bei möglichen Beschwerden und Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Coronavirus selbst qualifiziert ersteinschätzen. Damit sollen Praxen und Notrufnummern entlastet werden.

Unter https://www.116117.de/de/coronavirus.php finden Patienten einen Leitfaden, der ihnen dabei hilft, ihre Symptome richtig zu beurteilen. Neben der medizinischen Ersteinschätzung kann der COVID-Guide auch dabei helfen, Patienten zu Hause zu begleiten und so frühzeitig das Auftreten von spezifischen Alarmsymptomen zu erkennen. Entwickelt wurde der COVID-Guide von medizinischen Fachexperten des interdisziplinären Netzwerks „Together against Coronavirus“ aus der Schweiz, Deutschland und Italien, dem auch das Zi angehört.

Ergänzung zur Ersteinschätzung soll 116117 entlasten

„Mit dem COVID-Guide haben wir eine wichtige Ergänzung zur Ersteinschätzungssoftware SmED geschaffen, die seit Januar 2020 für die Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 bereitgestellt wird. Hilfesuchende können mit der neuen Webapplikation mit wenigen Klicks selbst zu Hause feststellen, ob sie ein COVID-19-Verdachtsfall sind oder nicht. Dadurch wird die Patientenservicenummer 116117 entlastet sowie Wartezeiten von Anrufenden verringert. Darüber hinaus können sich die Menschen in Deutschland mit dem COVID-Guide sorgfältig über ihre individuelle Situation informieren. Sie erhalten hier aktuelle regionale Informationen aus erster Hand“, sagte der Zi-Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik von Stillfried.

Empfehlungen zum weiteren Vorgehen

Je nach Beschwerdebild sollen Patienten entweder zu Hause, vom Hausarzt oder in dringenden Fällen in der Notaufnahme eines Krankenhauses versorgt werden. Der COVID-Guide liefert für verschiedene Situationen sowohl eine medizinische Entscheidungshilfe als auch die von der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie den nationalen staatlichen Institutionen bereitgestellten Hinweise, wie etwa die Empfehlungen zur Selbst-Isolation.

Der COVID-Guide, der auf die spezifischen Angebote der Kassenärztlichen Vereinigungen führt, basiert auf der derzeit im Gesundheitswesen Deutschlands und der Schweiz eingesetzten Ersteinschätzungssoftware SMASS/SmED. Er ist ein Medizinprodukt und entspricht der europäischen Medizinprodukterichtlinie (93/42/EWG MDD, MDR).

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