Für Krebstherapie-Forschung

Crowdfunding bringt Uniklinik 1. Mio. Euro

Ziel erreicht: Der Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ sammelte mit der Crowdfunding-Kampagne „Dein Immunsystem wird Deine Waffe gegen Krebs“ innerhalb von neun Monaten über eine Million Euro an Spenden für die weitere Erforschung eines neuen Krebstherapie-Ansatzes am Uniklinikum Würzburg.

Crowdfunding ist für Ärzte zu einer ernstzunehmenden Finanzierungsmöglichkeit geworden. Das zeigt das Beispiel des Uniklinikums Würzburg. „Ich bin überglücklich, dass es tatsächlich gelungen ist, mit der Hilfe von Zehntausenden Spenderinnen und Spendern unser im Frühjahr 2016 ausgeschriebenes Ziel von mindestens einer Million Euro für eine der derzeit hoffnungsvollsten Tumortherapie-Ideen zu erreichen“, freut sich Gabriele Nelkenstock. Sie ist die Gründerin des Vereins „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ und Initiatorin der erfolgreichen Crowdfunding-Kamapgne.

Genau waren es 1.003.115 Euro, die sie per Riesenscheck an Dr. Thomas Bumm von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II und Prof. Georg Ertl, den Ärztlichen Direktor des Uniklinikums Würzburg (UKW), überreichen konnte.

Die von Dr. Bumm und Prof. Einsele geleitete Forschergruppe arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, eine am UKW entwickelte, weltweit einzigartige Immuntherapie gegen Krebs für den ersten Einsatz am Menschen vorzubereiten. „Dieses Geld ist für uns nicht nur eine extrem wichtige Finanzierungshilfe, sondern gleichermaßen auch ein Vertrauensbeweis der Bevölkerung, der uns anspornt und verpflichtet“, kommentiert Dr. Bumm.

Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags und Schirmherrin der Crowdfunding-Aktion „Dein Immunsystem wird Deine Waffe gegen Krebs“, lobte deren Breitenwirkung: „Aus vielen kleinen Investoren wurde ein großes Investment. Jeder konnte sich nach seinen Möglichkeiten beteiligen, war Teil einer großen demokratischen Aktion für den Forschungsstandort Würzburg und für die Betroffenen.“

Viel Lob für Gabriele Nelkenstock und die Crowdfunding-Kampagne „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“

Prof. Georg Ertl bedankte sich bei der Scheckübergabe bei den Unterstützern des Projektes: „Dafür, dass ein solch ambitioniertes Vorhaben in Gang kommt, Fahrt aufnimmt, über eine lange Strecke in Bewegung bleibt und am Ende sein Ziel auch wirklich erreicht, braucht es einen starken und zuverlässigen Antrieb. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in Würzburg mit Gabriele Nelkenstock und ihrem Verein über einen solchen Hochleistungsmotor verfügen.“

Der Rahmen der Scheckübergabe war der Charity-Day 2017 in der Würzburger s.Oliver-Arena. Der heuer zum dritten Mal stattfindende Wohltätigkeitstag ist ein Gemeinschaftsprojekt des Vereins „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ und seinen Botschaftern, den Handballern der DJK Rimpar Wölfe.

FeedbackSenden
Anzeige

Kürzungen durch die PKV unter Verweis auf „medizinische Notwendigkeit“ – so können Sie reagieren

Ärzte freuen sich eigentlich über Privatpatienten. Doch leider gestaltet sich die Erstattung der Forderungen durch die Kostenträger manchmal etwas schwierig. Wir geben Praxisinhabern Tipps, wie sie... Mehr
Author's imageDr. Siegfried HammerlGeschäftsführer bei PAS Dr. Hammerl

Weitere Artikel zum Thema:

Privatpraxis bringt 4,9 Milliarden Euro


Medizingeräte mieten statt kaufen

Die günstigste Art der Finanzierung? Leasing in der Arztpraxis


BFH-Urteil bringt Vorteile für Steuerpflichtige


Hier können Sie Kapitalgeber für Ihre Ideen suchen

Crowdfunding für die Gesundheitsbranche


Förderung

Thüringen bietet Geld und Hilfe beim Praxis-Einstieg


Anzeige
Drucken