Hier können Sie Kapitalgeber für Ihre Ideen suchen

Crowdfunding für die Gesundheitsbranche

Sport-, Kunst- und Wissenschaftsprojekte werden bereits über Crowdfunding finanziert. Nun bietet die Firma aescuvest eine unabhängige Plattform für Ideen- und Kapitalgeber aus dem Gesundheitsmarkt an. Erste Projekte sind bereits gestartet.

Start-ups und mittelständische Unternehmen, die eine aussichtsreiche Geschäftsidee haben, können auf neuen Wegen zu Geld kommen: Sie präsentieren ihren Einfall bei aescuvest und können, wenn sie Glück haben, ihr Projekt über ein Crowdinvesting verwirklichen. „Siebzig teils überaus qualifizierte und vielversprechende Erfindungen sind bei uns bereits eingereicht worden“, berichtet Geschäftsführer Patrick Pfeffer. Anleger schauen sich diese an und entscheiden dann, ob und wie viel sie investieren wollen.

Messlatte für Projektideen ist hoch

Bevor eine Idee es überhaupt als Crowdfunding-Projekt auf die Plattform schafft, muss sie eine wichtige Hürde nehmen: Ein wissenschaftlicher Beirat prüft und bewertet sie im Hinblick auf ihre ethische, rechtliche und medizinische Vertretbarkeit. Der Beirat setzt sich aus Personen zusammen, die aus der Medizintechnik, dem Medizinrecht, der pharmazeutischen Industrie und dem Klinik-Sektor kommen. „Die Messlatte für die Projektideen liegt sehr hoch, weil beim Thema Gesundheit die Verantwortung für den Menschen eine herausragende Rolle spielt“, so Pfeffer.

Außerdem müssten die Ideengeber natürlich selbst hundertprozentig zu ihrer Idee stehen, für deren Erfolg arbeiten und einen Businessplan mit konservativer Wirtschaftlichkeit vorlegen. Daran überprüft aescuvest, ob die Zahlen realistisch und das Konzept damit aus finanzieller Sicht tragbar ist. Zudem sollten alle Projekte evidenzbasiert sein.

Sind alle Kriterien erfüllt, kommt die Idee auf die aescuvest-Plattform und die Suche nach Investoren beginnt: Binnen einer Frist von rund acht Wochen wird um das Investitionsvolumen in einem weitverzweigten Netzwerk geworben, aescuvest bringt die beiden Seiten zusammen. „Verläuft alles nach Plan, beginnt danach die Realisierungsphase, in der sämtliche Investoren regelmäßig zum Stand der Dinge informiert werden“, berichtet Pfeffer. Zudem seien die Geldgeber für einen vorher festgelegten Zeitraum an Umsatz und Gewinn beteiligt.

Da es sich bei den Kapitalsuchern zumeist um Start-up-Firmen handelt, ist das Risiko dementsprechend hoch, was aescuvest auch nicht verheimlicht. Es weist auf die Möglichkeit eines Totalausfalls hin.

Rendite im dreistelligen Bereich

Bei hohem Risiko ist aber natürlich auch die zu erwartende Rendite meist sehr hoch – schlägt die Idee gut ein, könnten die Renditen laut Pfeffer im dreistelligen Bereich liegen. „Die Einschätzung zu den Erfolgsaussichten eines Projektes bleibt jedem Kapitalgeber trotz unserer kritischen Vorprüfungen selbst überlassen“, so Pfeffer.

Zunächst konzentriert sich das Unternehmen auf den deutschen Markt und will Projekten im medizinischen Dienstleistungssektor sowie digitalen Gesundheitsprojekten eine Plattform bieten. Erste Projektideen sind bereits gestartet. Auf der Seite von aescuvest können sich aber auch internationale Unternehmen informieren, sowie Hersteller von ausländischen Innovationen Unterstützung bei der Einführung von Produkten in Deutschland erhalten.
Angelika Steffen

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