Erspartes retten

Das müssen Sie bei der Geldanlage künftig beachten

Nicht dass die Finanzmarktkrise aus heiterem Himmel gefallen wäre – sie zeichnete sich schon lange ab. Spätestens jetzt aber dürfen Sie keine Fehler mehr machen, wenn Sie Ihr Erspartes sichern wollen.

Vogel-Strauß-Politik hilft nicht weiter. Unter der Matratze oder auf dem Girokonto bekommen Sie keine Zinsen und damit nicht mal einen Inflationsausgleich. Tagesgeldkonten, zum Beispiel bei Direktbanken und Festgeldkonten sind aktuell gut verzinst und sicher.

Beweglich bleiben

Sind Festgeld-Anlagen für Sie nicht geeignet, weil Sie Ihr Geld manchmal innerhalb weniger Tage benötigen, so sind Tagesgeldkonto und die neue Tagesanleihe eine gute Alternative. Die Tagesanleihe funktioniert wie eine Mischung aus einem jederzeit verfügbaren Tagesgeldkonto und einer variabel verzinsten Anleihe. Tagesanleihen sind jederzeit handelbar und der Erwerb ist kostenfrei. Geldmarktfonds sollten Sie eher meiden: Diese Fonds erhalten kurzfristige Geldanlagen (von einem Tag bis zwölf Monate). Sie bringen oft zu hohe Kostenbelastungen in Form von Verwaltungsgebühren mit sich. Auf Grund von „unsicheren“ Wertpapier-Schuldnern (Emittenten) können sie auch hohe Risiken bergen.

Bei Anlagen auf sichere Geldinstitute achten

Alle Kreditinstitute unterliegen einem gesetzlichen Sicherungssystem. Geschützt sind in der Regel 20.000 Euro. Darüber hinaus gibt es in Deutschland den Einlagensicherungsfond der privaten Banken, auch Feuerwehrfonds genannt. Diese Sicherung geht weit über die Anforderungen der EU hinaus. Bei dieser Sicherung werden Guthaben pro Anleger bis zu einer Höhe von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank abgesichert. Im Ergebnis sind das mindestens 1,7 Millionen Euro pro Anleger, bei großen Instituten noch viel mehr. Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken bieten ebenfalls zusätzliche Einlagensicherungen. Ausländische Banken gehören in der Regel – aber nicht immer – einem der über das Gesetz hinausgehenden Sicherungssysteme an.

Ins Depot gehören nur Anleihen erstklassiger Schuldner

Bester Schuldner ist der Bund. Haben Sie Ihr Geld in Bundesschatzbriefe, Bundesobligationen und Bundesanleihen angelegt, ist es bestens abgesichert. Bei Bundesschatzbriefen können Sie zudem immer kostenlosen tauschen: Wurden zum Beispiel vor zwei Jahren Bundesschatzbriefe mit dem damaligen Zins erworben und der aktuelle Kapitalmarktzins ist höher, so können Sie Ihre Papiere kostenlos gegen aktuelle Ausgaben mit höherem Zins eintauschen. Vorsicht ist jedoch geboten bei Anleihen mit langen Laufzeiten und bei Unternehmensanleihen, die so genannten Corporate Bonds. Lange Laufzeiten bringen kaum zusätzliche Renditen, bergen bei vorzeitigem Verkauf aber Kurs-Risiken. Wählen Sie bei Unternehmensanleihen nur erstklassige Schuldner. Durchforsten Sie Ihr Depot und trennen Sie sich von zweitklassigen Titeln.

Keine Angst vor Aktien

Aktien haben sich mittel- bis langfristig als Investment bewährt und gehören in jedes ausgewogene Depot. Natürlich kommt es bei der Wahl der Aktien auf Ihre individuellen Verhältnisse, Ihren Anlagehorizont und auf Ihre Risikobereitschaft an. Setzen Sie auf solide Werte, die eine gute Dividendenrendite abwerfen. Auch wenn es mit dem Aktienkurs mal abwärtsgeht, so überdauern gesunde Unternehmen doch in der Regel auch Börsen-Krisen.

Vorsicht bei Zertifikaten

Bei Zertifikaten handelt es sich rechtlich um Schuldverschreibungen. Es besteht das Risiko, dass bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten ein Totalverlust des investierten Kapitals eintritt. Überprüfen Sie deshalb unbedingt die Bonität des Anbieters. Schlimmster bekannter Fall in diesem Bereich war die Insolvenz von Lehman Brothers. Die Zertifikate des amerikanischen Unternehmens sind zunächst vom Handel ausgesetzt worden. Über eine Rückzahlungsquote ist derzeit noch nicht entschieden. Es ist aber hier ein Totalausfall für den Investor zu befürchten. Auch so genannte „Garantie-Zertifikate“ machen ihrem Namen keine Ehre. Die Garantien sind oftmals an unvorteilhafte Bedingungen geknüpft. Unterm Strich werfen die Garantie-Zertifikate in der Regel weit weniger ab, als optimistische Prognosen vorrechnen. Grundsätzlich gilt: Kaufen Sie keine Produkte, die Sie nicht kennen, auch nicht von Firmen, die Sie nicht kennen, und auch nicht mit Geld, das Sie auf keinen Fall verlieren dürfen.

Altersvorsorge bleibt unverzichtbar und sicher

Kapital-Lebensversicherungen und private Renten sind sicher. Das investierte Geld wird zu rund Dreiviertel in verzinslichen Papieren angelegt. Der Aktienanteil ist gering. Sollten Sie eine fondsgebundene Lebensversicherung oder Renten-Police ohne Garantie einer Mindestauszahlung abgeschlossen haben, so bergen diese Versicherungen nicht nur Chancen, sondern auch hohe Risiken. Denn die Auszahlung erfolgt ausschließlich nach dem Wert der Fondsanteile bei Fälligkeit. Abschlüsse von Riester-Renten-Verträgen sind weiterhin empfehlenswert. Hier ist in jedem Fall der Erhalt des eingezahlten Kapitals garantiert.

Behalten Sie die Inflation im Auge

Die massive Verschuldung von Staat, Unternehmen und Verbrauchern begünstigt die Inflation. Die Inflation ist der größte Feind aller Geldwerte; darunter fallen zum Beispiel Spareinlagen, Tagesgeld und Anleihen. Sorgen Sie für ein ausgewogen gestreutes Vermögen. Dazu gehören auch Sachwerte wie Aktien, Immobilien und Edelmetalle.

Vergessen Sie die Abgeltungsteuer nicht

Bei Anlageentscheidungen sollten steuerliche Aspekte nicht den Ausschlag geben, ganz vernachlässigen darf man sie aber auch nicht. Wer überlegt, sein Geld auf mehrere Investments zu verteilen und sich dabei bis zum 31. Dezember 2008 zum Kauf von Aktien entschließt, der profitiert davon, dass er für Kursgewinne bei diesen Anlagen künftig keine Abgeltungsteuer zahlen braucht.

Gold kaufen

Wenn sich der Goldpreis erst mal wieder normalisiert hat, sollte eines Ihrer Fundamente bei Ihren Geldanlagen auch Gold sein. Denn die Nachfrage nach dem Metall steigt und das Angebot sinkt. Im Gegensatz zu Schulden kann Gold nicht beliebig vermehrt werden. Investieren Sie in Anlagemünzen wie etwa Krüger Rand oder Maple Leaf.

Verängstigung treibt Goldpreis

Die Angst an der Börse treibt den Goldpreis massiv in die Höhe. Das Edelmetall gilt in Krisenzeiten als sichere Anlage. Teilweise stieg der Preis für eine Feinunze zuletzt über 900 Dollar. Im September hatte eine Unze zeitweise noch weniger als 750 Dollar gekostet. Wegen der starken Nachfrage geht in Deutschland nun das Gold regelrecht aus. „Die Anfrage übersteigt bei weitem unsere Kapazitäten“, bestätigt etwa der Edelmetallhändler Pro Aurum. Jochen Hitzfeld von der HypoVereinsbank sagt, es gebe bereits Wartelisten. „Das Angebot an bestimmten Produkten wie Barren zu 100, 250 und 500 Gramm ist vergriffen.“ Auch bei den Lieferanten herrscht akute Knappheit an Goldbarren.

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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