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Den richtigen Finanzpartner finden

Die meisten Anleger wollen kein Risiko eingehen. Dennoch kosten Fehler sie jedes Jahr viel Geld. Das Risiko lässt sich mit dem passenden Finanzpartner aber durchaus minimieren. Hier ein paar Tipps, wie Sie den passenden finden.

Bei der Geldanlage wollen die meisten Ärzte kein Risiko eingehen. Sicherheit hat die oberste Priorität. Stimmt das? Nein. Die Anlagepraxis sieht ein wenig anders aus: Durch Fehlinvestitionen verlieren deutsche Sparer zig Milliarden jedes Jahr. Meistens liegt es an der fehlenden Situationsanalyse und der falschen Wahl des Finanzpartners.

Klären Sie vorab eine zentrale Frage: Was wollen Sie? Man unterscheidet zwischen Informations-, Vermögens-, Risikovorsorge- und Optimierungszielen. Wenn Sie wissen, welche Ziele Sie verfolgen, dann beginnt die Suche nach dem richtigen Finanzpartner (siehe Grafik).

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Stellen Sie zunächst die wesentlichen Anforderungen und Kriterien zusammen, die für Sie von grundlegender Bedeutung sind, um einen Dienstleister in Geldfragen auszuwählen. Danach sollten Sie sich darüber Gedanken machen, welcher Finanzpartner am besten zu Ihren Anforderungen passt. Beachten Sie vor allem, welchen Schwerpunkt der jeweilige Anbieter hat.

Universalbanken: Privatbanken, Kreditgenossenschaften oder öffentlich-rechtliche Kreditinstitute bieten Ihnen alle Bankdienstleistungen an, die Sie als Kunde in finanziellen Angelegenheiten benötigen (zum Beispiel eine Vermögensberatung).

Spezialisten: Grundsätzlich bieten diese Unternehmen nur bestimmte Bankdienstleistungen an. Möchten Sie eine Immobilie finanzieren? Dann kommen Bausparkassen als Finanzpartner infrage.

Finanzdienstleister: Falls Sie keine Zeit und Lust haben, Ihr eigenes Vermögen zu verwalten, können Sie einen externen Vermögensverwalter damit beauftragen. Mehr Informationen finden Sie beim Verband unabhängiger Vermögensverwalter (www.vuv.de).

FinTechs: Benötigen Sie aufgrund Ihrer Erfahrungen am Kapitalmarkt keine Anlageberatung, bieten IT-Start-ups (sogenannte FinTechs) entsprechende Finanzlösungen an. Mit wenigen Klicks können Sie sich Ihr eigenes Depot zusammenstellen.

Sonstige Dienstleister: Es gibt auch Steuerberater, die ihren Mandaten eine private Vermögensberatung anbieten – einfach einmal bei Ihrem Steuerberater nachfragen.

Sobald Sie sich im Klaren sind, welche Art von Dienstleister Sie brauchen, gilt es, die einzelnen Anbieter genauer unter die Lupe zu nehmen. Preise und Kompetenzen können hier sehr schwanken, deshalb sollten Sie so viele Informationen wie möglich vorab sammeln. Hilfreich ist hier sicherlich ein genauer Blick auf die Homepage des jeweiligen Anbieters. Im zweiten Schritt sollten Sie einen unverbindlichen Beratungstermin beim Dienstleister vereinbaren.

Für die Auswahl eines Finanzanbieters sollten Sie sich also auf jeden Fall ein bisschen Zeit nehmen. Denn jeder Anbieter hat seine Vor- und Nachteile. Besonders wichtig: Ein Dienstleister, der sie zu einem Vertragsabschluss drängt, wird vermutlich auch bei der Anlagestrategie die Priorität auf seine eigenen Interessen legen.

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