Haushaltsnahe Dienstleistungen

Mit Haushalts-Kosten die Steuerlast senken

Private Haushalte dürfen mehr Kosten an den Fiskus weiterreichen. Ärzte, die clever kombinieren, können jährlich eine Menge Geld sparen. Denn nicht nur die Reinigungskraft, auch andere Dienstleister und Handwerker können steuermindernd angeführt werden.

Wer Arbeiten rund um Wohnung, Haus und Garten von Dienstleistern und Handwerkern erledigen lässt, kann die Lohnkosten mit dem Fiskus teilen. Diese steuerliche Förderung für Mieter und Eigentümer umfasst nicht nur Haushaltstätigkeiten, sondern auch Handwerkerarbeiten sowie die Pflege und Betreuung von Angehörigen.

Arbeiten in Haus und Garten werden gefördert, wenn sie Firmen übernehmen. Das können etwa Fensterputzer, Haushaltshilfen oder Gärtner sein. Neben Reinigungsarbeiten wie das Putzen von Fenstern oder Fußböden, Rasenmähen, Heckenschneiden und andere Gartenarbeiten sponsert das Finanzamt auch Straßen- und Gehwegreinigung und Winterdienste. Selbst für private Umzüge oder Wach- und Schließdienste ist ein Steuerbonus drin. Und sogar die Betreuung des Haustieres kann man von der Steuer absetzen. Vorausgesetzt, es wird vor Ort betreut und nicht z.B. in einer Tierpension. Bei den sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen können 20 Prozent der Lohnkosten, maximal aber 4.000 Euro, von der zu zahlenden Steuer abgezogen werden. Vorsicht: Für den Nachweis verlangt das Finanzamt Überweisungsbelege, Barzahlungen werden in der Regel nicht anerkannt.

Zusätzlich werden Handwerkerleistungen gefördert, wenn Eigentümer und Mieter, die von ihnen genutzte Wohnung modernisieren, renovieren oder instand halten. Sie können ihre Steuerschuld  senken, wenn sie dafür selbstständige Elektriker, Fliesenleger, Maurer, Klempner oder andere Handwerker engagieren. Die Reparatur und Wartung von Geräten wie Computer, Waschmaschine oder Rasenmäher nickt das Finanzamt ebenfalls ab, wenn sie von Fachleuten vorgenommen wird. In einem privaten Haushalt können jährlich 20 Prozent der Arbeitskosten aus haushaltsnahen Handwerksleistungen abgesetzt werden. Allerdings gibt es hier eine Obergrenze von 1.200 Euro pro Jahr.

Wichtig: Auch Bewohner von Seniorenheimen dürfen die Kosten für Handwerker- und andere Dienstleistungen an den Fiskus weiterreichen, wenn sie eine eigene Wohnung bewohnen, den Haushalt noch selbst führen und eine vorschriftsmäßige Rechnung mit detaillierter Kostenaufteilung vorlegen können.

Das Finanzamt macht die Steuerermäßigung nur für Arbeitsleistungen locker, nicht für Materialkosten. Auftraggeber sollten deshalb die Arbeitskosten auf der Rechnung extra ausweisen lassen oder auf getrennten Rechnungen bestehen und diese vor allem nicht in bar bezahlen.

Zum geförderten Haushalt gehören neben der Hauptwohnung auch eine Zweit-, Wochenend- oder Ferienwohnung. Den Steuerbonus gibt es auch für Eltern, die ihren Kindern, für die sie noch Kindergeld erhalten, eine Wohnung unentgeltlich überlassen. Auch Mieter und Eigentümer, die einen privaten Haushalt im Ferienhaus oder der Ferienwohnung in der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum unterhalten, können ab sofort haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerarbeiten beim Finanzamt geltend machen.

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