Wertgegenstände schützen

Schließfach bei der Bank

Wertgegenstände unterm Kopfkissen lagern – das ist weder bequem noch sicher, passiert aber wieder öfter, seit über mancher Bank der Pleitegeier kreist.

Für persönliche Unterlagen, Wertpapiere oder teure Erbstücke gilt: Wird eingebrochen oder brennt es in der Wohnung, ersetzen die Versicherungen meist nur einen Teil der Kosten für die Wiederbeschaffung. Sicherer ist da schon ein Bankschließfach. Das kann jeder anmieten – viele Geldinstitute vergeben die Fächer aber nur an eigene Kunden. Anonyme Schließfächer sind hierzulande unzulässig. Wer ein Fach anmietet muss sich deswegen ausweisen. Zusätzlich wird bei jedem Besuch die Zugriffsberechtigung geprüft. Einige Banken setzen zudem Chipkarten mit PIN ein – oder ein Mitarbeiter gibt das Fach frei.

Die Kosten für Bankschließfächer variieren nach Größe und Bank: 30 bis 60 Euro im Jahr sind gängig. Inkludiert meist die Garantie, dass der Fachinhalt mit 10.000 Euro gegen Feuer, Leitungswasserschäden, Einbruchdiebstahl und Raub versichert ist. Höhere Versicherungssummen gibt‘s gegen Aufpreis.

Experten raten, wirklich den tatsächlichen Wert der Gegenstände im Schließfach zu versichern. Denn – wenn auch sehr selten – ab und an passiert eben doch etwas. Wie zuletzt in Berlin, als in einer Bank am Kudamm gleich über hundert Schließfächer aufgebrochen, die Wertgegenstände entwendet und auch noch zahlreiche Unterlagen aus den Fächern angezündet wurden – ein gewaltiger Schaden für die Betroffenen, ein gewaltiger Image-Verlust für die Bank.

Doch nicht nur Einbrecher interessieren sich für Bankschließfächer und deren Inhalt, ganz legal dürfen manche Behörden unter bestimmten Umständen auf das Schließfach zugreifen – oder erfahren zumindest von seiner Existenz und der Höhe der Versicherung. Etwa Polizei und Staatsanwaltschaft im Rahmen von Ermittlungsverfahren. Allerdings gibt es da gewisse Hürden: Besteht ein dringender Tatverdacht, etwa wegen Steuerhinterziehung, können die Ermittler mit einem Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss bei den Kreditinstituten nachfragen, ob ein Schließfach angemietet wurde. Dann muss die Bank Auskunft erteilen. Bei ganz dringendem Tatverdacht können die Ermittler dann sogar Einsicht nehmen.

auw.de-KOMPAKT

Stirbt der Inhaber eines Schließfachs, …

… ist die Bank verpflichtet, das zuständige Finanzamt über die Existenz des Fachs zu informieren. Das heißt: Die rechtmäßigen Erben erhalten zwar Zugriff nach den gesetzlichen Bestimmungen – aber eben auch der Fiskus. Übrigens: Geht das Geldinstitut pleite, braucht der Schließfachinhaber keine Angst um seine Wertgegenstände zu haben: Der Insolvenzverwalter muss den Eigentümern nach Prüfung der Eigentumsverhältnisse den Inhalt der Fächer übergeben. Was sich im Schließfach befindet, weiß die Bank im Normalfall nicht. Untersagt sind allerdings alle illegalen Dinge wie Drogen oder Sprengstoffe. Wer aber nur seine persönlichen Unterlagen und Wertgegenstände im Bankschließfach deponiert, kann allemal ruhig schlafen!

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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