Gut vorbereitet in den Auslandseinsatz:

Die elektronische Gesundheitsakte im Gesundheitswesen

Die medizinische Versorgung von Katastrophenhelfern im Ausland ist oft mit großen organisatorischen Herausforderungen verbunden. Um höchste medizinische Versorgungsstandards zu gewährleisten und eine zeitnahe Vorbereitung der folgenden Einheiten zu gewährleisten, ist ein lückenloser Informationsfluss von Patientendaten unabdingbar. Elektronische Kranken- bzw. Gesundheitsakten leisten wertvolle Unterstützung. Auf der Patientenseite als Träger aller Gesundheits- und Notfalldaten und auf der medizinischen Seite als semiautomatisch befüllte Akte mit allen Informationen.

Auf der Welt kommt es immer wieder zu Katastrophen, Kriegen oder schweren Unfällen, die das Leben von Millionen Menschen beeinträchtigen. Die Not der betroffenen Menschen überfordert sogar einzelne Staaten und verlangt nach internationaler, humanitärer Hilfe. Nach Angaben des Amts für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) benötigen mittlerweile über 60 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Ob Essen, Zelte oder Kleidung – alles muss an meist sehr gefährliche Orte gebracht und verteilt werden. Diese Leistung vollbringen jeden Tag zahlreiche humanitäre Helfer, die während ihres Einsatzes nicht selten ihr Leben riskieren. Ärzte, Krankenpfleger und andere Katastrophenhelfer, die in Kriegs- und Krisengebieten Hilfe leisten, werden selbst immer wieder Opfer von Gewalt oder verunglücken während ihres Einsatzes.

Probleme und Herausforderungen

Bei der medizinischen Versorgung von Helfern im Ausland ist nicht nur der organisatorische und logistische Aufwand höher als bei der Behandlung in der Heimat. Der Hausarzt ist weit weg und viele zur Behandlung notwendige Informationen liegen nicht vor. Wenn die medizinische Behandlung zudem über mehrere Stationen erfolgt, besteht die Gefahr eines unzureichenden Informationsflusses von einer Behandlungsstelle zur nächsten. Die vorbereitende Bereitstellung von Blutkonserven beispielsweise ist nur möglich, wenn in der nachfolgenden Behandlungsstation die Blutgruppe des Patienten bekannt ist. Da eine telemedizinische Infrastruktur am Einsatzort meist nicht in ausreichender Form gegeben ist, müssen medizinische Daten wie z. B. Angaben zur Medikation per Hand schriftlich eingetragen und in Papierform weitergegeben werden. Eine Verfahrensweise, die zeitaufwändig und anfällig für Fehler ist sowie die Gefahr birgt, nicht immer vollständig zu sein. Auch der Verlust der gesamten Dokumentation kann unter diesen Umständen nicht ausgeschlossen werden. Zusätzlich erfordert die internationale Zusammenarbeit häufig eine saubere und sprachlich flexible Dokumentation, die auch an internationale Partner und Organisationen übergeben werden kann.

Die digitale, zentrale Patientenakte als Lösung

Gerade Helfern sollte eine optimale medizinische Betreuung zu Hause und im Ausland sicher sein. Höchste Versorgungsstandards können nur erreicht werden, wenn allen im Behandlungsprozess beteiligten Akteuren alle notwendigen Informationen zur Verfügung stehen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der übergreifende Datenzugriff. Eine zentrale, digitale Patientenakte, die als Datenpool dient und über ein standardisiertes Verfahren im Notfall einen schnellen Zugang zu den vom Patienten freigegebenen Notfalldaten bietet. Die elektronische Gesundheitsakte (z. B. CGM LIFE von CompuGroup Medical AG) bildet eine verlässliche Lösung. Im Einsatz und zu Hause verschlüsselt und speichert die Akte die persönlichen und medizinischen Daten eines Patienten elektronisch ab und hält sie so immer und überall verfügbar. Der Patient hat dabei immer die Hoheit über die Daten und administriert sowohl eigene hinzugefügte Daten als auch die medizinischen und administrativen Daten aus unterschiedlichsten Behandlungsquellen. Die Daten sind immer dort verfügbar, wo sie gebraucht werden.

Unterstützung bei jedem Schritt

Wird ein Katastrophenhelfer im Ausland verletzt, erfolgt die medizinische Versorgung meist über mehrere Instanzen hinweg, von den Erste-Hilfe-Maßnahmen am Ort des Geschehens über die medizinische Erstversorgung bis hin zur stationären Versorgung im (ausländischen) Krankenhaus und der nachfolgenden Betreuung durch den Hausarzt im Heimatland. Die aktuellen und validen Gesundheitsdaten in der persönlichen Akte unterstützen alle behandelnden Ärzte bei sicheren Diagnose- und optimalen Therapieentscheidungen. Im Rahmen der Ersten Hilfe werden Vitalwerte ermittelt, erste Diagnosen gestellt sowie ggf. eine entsprechende Medikation begonnen. Im Laufe dieser Ersteinschätzung werden Informationen gesammelt, die für die nachfolgende Versorgung des Patienten sehr wichtig sind. Die Speicherung dieser Daten auf der Gesundheitsakte ermöglicht die vollständige und sichere Weitergabe an die nächste Behandlungsinstanz, z.B. Notaufnahme oder Intensivstation. Im Krankenhaus verhilft die elektronische medizinische Gesundheitsakte (eMR) zu einem schnellen Überblick. Notwendige Behandlungsschritte können schnell veranlasst werden, ohne dass die Erstuntersuchung vollständig wiederholt werden muss. Ist eine Fortsetzung des humanitären Einsatzes aufgrund des Gesundheitszustands des Patienten nicht möglich, kann auch der behandelnde Hausarzt im Heimatland des Helfers auf alle Behandlungsdaten zugreifen und die Rehabilitation des Patienten vollumfassend betreuen. Über eine App kann der Patient im Falle eines Notfalls den Hausarzt telemedizinisch konsultieren.

Sicherheit und Vollständigkeit zu jedem Zeitpunkt gewährleistet

Die elektronische Gesundheitsakte ist zentraler Zugang zu allen wichtigen den Patienten betreffenden Daten. Das Prinzip ist eine komplette und vollständige Akte, die sich aus den Patientendaten zusammensetzt (ePR) und der sogenannten medizinischen Akte(n) (eMR). Die Datenhoheit hat immer der Patient. Er ist alleiniger Besitzer der Daten und steuert die Berechtigungen auf bestimmte Daten. Alle administrativen, eigenen medizinischen oder medizinischen Daten zurückliegender und aktueller Behandlungen und Diagnosen fließen in die lebenslange, zentrale Patientenakte ein. Zusätzlich stehen über die Patientenakte die Notfalldaten, die sowohl im Auslandseinsatz als auch zu Hause wertvolle Dienste leisten, immer zur Verfügung. Der Patient ist Eigentümer der Gesundheitsakte und besitzt alle Rechte an den Daten. Der Arzt kann die Akte jedoch im Auftrag des Patienten führen. Mit einer TÜV-geprüften Technologie werden die Gesundheitsdaten vor Unbefugten geschützt und durch den speziellen technischen Beschlagnahmeschutz wird für maximale Datensicherheit der sensiblen persönlichen Informationen gesorgt.

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Jürgen Veit

Jürgen Veit

Leiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

Jürgen Veit ist bei der CompuGroup Medical Deutschland AG für die Kommunikation D-A-CH verantwortlich. Der Kommunikationswirt war vorher rund 25 Jahre in führenden Funktionen in internationalen Kommunikationsagenturen tätig.

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