Vermögenssicherung in Krisenzeiten

Die fünf wichtigsten Tipps zur Geldanlage

Das aktuelle Marktumfeld kann verunsichernd wirken. Da braucht man nicht nur gute Nerven. Finanzexperten raten auch zu fünf Strategie-Bausteinen, damit der Vermögensaufbau weiterhin gelingt.

Weltweit riss die Corona-Krise die Märkte um etwa ein Drittel in die Tiefe. Auch wenn sich die Kurse nun erholen, zehren ihre Schwankungen und der Gedanke an eine mögliche „zweite Welle“ an den Nerven. Was jetzt bei der Vermögensplanung zu beachten ist, weiß Finanzexperte Klaus Niedermeier, Leiter Investment Research bei der apoBank.

Passende Anlagestrategie

Die Anlagestrategie sollte auf die persönlichen Ziele abgestimmt sein: die Modernisierung der Praxis etwa oder den Erwerb einer privaten Immobilie. Die Strategie hängt auch von der Risikobereitschaft ab, beziehungsweise von vorhandenem Vermögen. Wer schon in eine bestimmte Branche oder Region investiert hat, sollte gegebenenfalls weitere Branchen und Regionen in Betracht ziehen, um das Vermögen zu diversifizieren. „Bleiben Sie aber grundsätzlich bei Ihrem Plan. Eine solide Strategie hält auch Marktturbulenzen aus“, betont Klaus Niedermeier. Allenfalls sollten einige Gelder umverteilt werden, um die Balance des Portfolios zu erhalten.

Antizyklisch handeln

Ein Spruch alter Börsenhasen lautet: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“. Also dann zu investieren, wenn die Preise wegen externer Schocks fallen. „COVID-19 hat die Kurse zwar auf Talfahrt geschickt. Das heißt aber nicht, dass ein bis dato erfolgreiches Geschäftsmodell plötzlich nichts mehr wert ist“, erklärt Niedermeier. Aus den Panikverkäufen anderer lässt sich manches Schnäppchen schlagen.

Nicht zu sehr zögern

Um den perfekten Einstiegszeitpunkt sollte man sich nicht zu viele Gedanken machen. Bei langfristigen Strategien spielt er eine untergeordnete Rolle. Denn die Verlustwahrscheinlichkeit verringert sich, je länger man dabeibleibt. „Sogar Profis gelingt es nur mit Glück, eine Aktie beim Kurstiefpunkt zu kaufen oder beim Allzeithoch zu verkaufen“, weiß Niedermeier. Bei einem Investmentsparplan, mit dem man regelmäßig Fondsanteile kauft, erhält man mehr Anteile, wenn die Kurse sinken. Steigen sie, erhält man weniger. „So kann man selbst Kursrückgängen etwas Positives abgewinnen“, resümiert Niedermeier.

Langfristig anlegen

Nicht nur Rückgänge aus schwachen Kurszeiten können mit der Zeit aufgeholt werden. Interessant ist vor allem, wie sich die Renditen überproportional erhöhen. Investieren etwa zwei Anleger 250 Euro pro Monat in einen Fonds, der erste ab dem 25. Lebensjahr, der zweite ab dem 35. Geburtstag, spart der Anleger mit der längeren Laufzeit bei einer Verzinsung von fünf Prozent bis zum 67. Lebensjahr 416.683 Euro an, der zweite aber nur 232.015 Euro. Für 30.000 Euro mehr Einsatz erhält der erste Anleger also satte 184.668 Euro mehr.

Die eigenen Grenzen kennen

Aktives Handeln erfordert eine intensive Marktbeobachtung, für die viele keine Zeit erübrigen können. Hier ist ein Vermögensverwalter eine Option. Dieser Service kostet zwar eine Gebühr, dafür wird das regelmäßige Prüfen auf Ungleichgewichte im Portfolio sowie das Organisieren von Käufen und Verkäufen übernommen. So ein Service ist teilweise schon ab Anlagesummen von 10.000 Euro möglich.

Anzeige

„Ich würde sagen, dass 99 Prozent der Patienten positiv auf Doctolib reagieren.” - Dr. Christian Kors

Bereits 135.000 Ärzte und Behandler nutzen den Terminmanagement-Service Doctolib in Deutschland und Frankreich. Doch welche konkreten Vorteile bringt der Einsatz von Doctolib in der Praxis? Drei Ärz... Mehr
Author's imageIlias TsimpoulisManaging Director bei Doctolib

Weitere Artikel zum Thema:

Umfrage

Geldanlage: Heilberufler verhalten sich optimistisch


Jetzt teilnehmen

apoBank startet Umfrage: Heilberufler in Zeiten der Corona-Krise


Corona-Krise und Vermögen

Experten der Deutschen Apotheker- und Ärztebank raten: Anleger sollten Ruhe bewahren!


Praxis- und Apothekenmanagement

Heute: Dr. Montgomery in der apoTalk-Sondersendung zur Corona-Krise


Trend in der Gesundheitsversorgung

Frauenpower: Immer mehr Frauen in Medizin und Pharmazie