Berufsunfähigkeitspolice macht mehr Sinn

Unfallversicherung nicht immer die beste Wahl

Die Assekuranz empfiehlt Unfallpolicen speziell für Mediziner. Dabei sind Berufsunfähigkeits-Versicherungen für die meist viel sinnvoller.

Unfallpolicen sind beliebt, obwohl das Risiko gering ist: Aber nur jede zehnte Berufsunfähigkeit basiert auf einem Unfall. Meist sind Krankheiten ursächlich, wenn Ärzte frühzeitig ihre Praxen abgeben müssen.

Deshalb, so Verbraucherschützer, sind angemessene Berufsunfähigkeits-Versicherungen viel effizienter. Hinzu kommen die gravierenden Beitragsunterschiede. Medizinern bietet etwa die Deutsche Ärzteversicherung: Verbesserte arztspezifische Gliedertaxe, Unfälle bei Lebensrettung sind mitversichert, berufsbedingte Infektionen, Infektionstagegeld nach entsprechendem Berufsverbot, Unfälle im Umgang mit Röntgen- und Laserstrahlen, Mehrleistungen bei Unfällen durch Gewaltanwendungen von Patienten. Empfohlen wird meist eine Progression von etwa 350 oder 500. Dann steigt die Leistung bei Vollinvalidität auf 350 oder 500 Prozent der Versicherungssumme.

In Einzelfällen kann sich die Spezial-Offerte für Ärzte alleine schon deshalb lohnen, weil die Gliedertaxe für Ärzte bestimmte Körperteile (Finger etwa) höher bewertet. Bei Verlust eines Zeigefingers werden dem Normalkunden zehn Prozent der Invaliditätssumme gezahlt, bei Ärzten sind dann meist 60 Prozent fällig, in Ausnahmefällen sogar 100 Prozent. Darüber hinaus ist für Ärzte die Röntgen- und Infektionsklausel sinnvoll. Hier gilt jedoch auch die Einschränkung, dass die zur Rede stehende Gesundheitsschädigung „plötzlich und un erwartet“ erfolgt sein muss. Im Fall einer Infektionserkrankung weichen manche Versicherer von der Regel ab, dass die Erkrankung innerhalb eines Jahres eingetreten sein muss.

A&W-KOMPAKT

Rechenbeispiel …
… der Allianz: Der 35 Jahre alte niedergelassene Arzt Dr. med. K. stürzt beim Skifahren unglücklich und zieht sich eine komplizierte Verletzung im Bereich des Zeigefingers zu. Nach dem operativen Eingriff braucht er eine intensive Physiotherapie. Trotz dieser Maßnahmen verbleibt jedoch eine Teilversteifung des betroffenen Fingers im Mittel- und Endgelenk. Gutachtlich wird eine unfallbedingte dauernde Funktionsbeeinträchtigung des Zeigefingers von 3/10 festgestellt. Er bekommt 30 Prozent aus der versicherten Summe von 200.000 Euro, also 60.000 Euro. Bei vollständiger Versteifung hätte die Leistung 400.000 Euro betragen (200 Prozent von 200.000 Euro).

Anzeige

Cyberattacke kann Arzt die Reputation kosten

Wenn Praxen zur Zielscheibe von Hacker-Angriffen werden, stehen Geld, Zeit und Patientendaten auf dem Spiel. Mehr
Author's imageAxel SchirpProduktmarketing bei HDI Vertriebs AG

Weitere Artikel zum Thema:

Berufsunfähigkeit

Spezielle Versicherung für Ärzte


Vorteile für Selbständige und Gewerbetreibende

Telefontarif für Selbständige


Aktion gilt für alle Neuwagen

VW-Aktionsangebote für Ärzte


Buchtipp der Woche

Taschendolmetscher für Ärzte


IGeLn - aber richtig

Neuer Ratgeber für Ärzte


Anzeige