Bundestag

E-Health kann kommen!

Ein chronisch Kranker möchte, dass die ihn behandelnden Ärzte alle Vorbetrachtungen, alle Unverträglichkeiten, Diagnosen und Befunde kennen und für ihn die bestmögliche Behandlung miteinander abstimmen. Auch wenn E-Health laut EU-Kommission die „Informationen und den Datenaustausch zwischen Patienten und Gesundheitsdiensten, Krankenhäusern, Beschäftigten im Gesundheitsbereich sowie Informationsnetzen zum Thema Gesundheit umfassen soll“, wird heute der Wunsch des Kranken noch unerfüllt bleiben. Und wird E-Health mit all seinen Chancen und Möglichkeiten für eine bessere und effizientere Gesundheitsversorgung in Deutschland erst morgen stattfinden.

Fakt ist aber: Am 04. Dezember 2015 hat der Bundestag das „Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz)“ in zweiter und dritter Lesung beschlossen. Nach Verkündung im Bundesgesetzblatt am 28. Dezember 2015 (BGBl. I. S. 2408) ist das Gesetz zum 01. Januar 2016 in Kraft getreten.

Fakt ist auch: Nicht nur der Gesundheitsmarkt ist im Wandel, auch der „Gesundheitskonsument“ hat sich verändert – und sieht die Themen rund um E-Health trotz hoher E-Affinität durchaus zwiespältig. Denn nach der aktuellen Studie des Frankfurter Zukunftsinstituts im Auftrag der Philips GmbH stimmten zwar 55 % der Befragten der Aussage „Ärzte sollten jederzeit und überall schnell Zugriff auf meine Gesundheitsdaten haben“ voll/zu. Aber nur 29 % haben „absolutes/großes Vertrauen in die digitale Vernetzung von Ärzten zur besseren Behandlung von Patienten“. Gleichzeitig gaben 54 % an, „wenn ich Informationen zu Gesundheitsthemen brauche, erkundige ich mich im Internet und sahen 85 % die schnelle Terminvergabe/hohe Flexibilität in Praxen als „sehr wichtig/wichtig für die Gesundheitsversorgung von morgen“ an.

  • 75 % der Deutschen nutzen bereits das Internet – und das quer durch alle Altersstufen.
  • 55 % der Deutschen wollen, dass Ärzte jederzeit und überall Zugriff auf die Gesundheitsdaten haben
  • 54 % der Deutschen suchen Informationen zu Gesundheitsthemen im Internet
  • 85 % der Deutschen halten die schnelle Terminvergabe/hohe Flexibilität in Praxen als sehr wichtig für die Gesundheitsversorgung von morgen
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Jürgen Veit

Jürgen Veit

Leiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

Jürgen Veit ist bei der CompuGroup Medical Deutschland AG für die Kommunikation D-A-CH verantwortlich. Der Kommunikationswirt war vorher rund 25 Jahre in führenden Funktionen in internationalen Kommunikationsagenturen tätig.

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