Ärzteversorgung

Was erwartet Sie bei Berufsunfähigkeit?

Wissen Sie eigentlich, was Sie im Fall schwerer Behinderung und Berufsunfähigkeit von Ihrem Versorgungswerk erwarten dürfen? A&W-Autor Dr. Harald Clade gibt Tipps.

Rente ist nicht gleich Rente, zwischen den Leistungen der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) und der Versorgungswerke gibt es klare Unterschiede. Zwei Beispiele verdeutlichen das: die Altersrente für Schwerbehinderte (§ 37 SGB VI) und der zulässige Hinzuverdienst bei vorgezogenen Renten. In der GRV ist der Grad der Behinderung von 50 Prozent damit verbunden, dass Betroffene zwei Jahre vor Erreichen der Regelaltersgrenze abschlagsfrei in Rente gehen können, wenn sie 35 Versicherungsjahre nachweisen, ermöglicht durch jährliche Milliarden-Bundeszuschüsse. Die Versorgungswerke bieten das nicht. Dafür aber erhält man dort eine vorgezogene Altersrente ebenso wie eine reguläre Altersrente, ohne dass darauf sonstige Einkünfte angerechnet würden.

Deshalb kann es etwa sinnvoll sein, wenn Ärzte vorzeitig Altersrente beziehen, ihre Praxisnachfolger in Teilzeit noch einige Zeit unterstützen und dadurch Einkünfte erzielen. Oft entrichten Niedergelassene für ihre Zukunftsplanung zusätzlich zu den Pflichtbeiträgen zum Versorgungswerk auch noch freiwillige Zusatzbeiträge zur Höherversicherung. Dabei gilt Folgendes: Grundsätzlich erheben die Versorgungswerke einkommensbezogene Beiträge, in den meisten Fällen bis zur GRV-Beitragsbemessungsgrenze (2012: 5.600/4.800 Euro Bruttoverdienst je Monat, alte/neue Bundesländern).

Freiwillige Zusatzbeiträge erhöhen den Anspruch auf alle Rentenleistungen. Dieses Recht kann aber durch die Satzung ab einem bestimmten Höchstalter – etwa das 55. Lebensjahr – begrenzt sein. Die Versichertengemeinschaft soll so vor Mitnahmeeffekten geschützt werden. Die Höhe der maximal zulässigen Höherversicherung variiert je nach Versorgungswerk und ist in der jeweiligen Beitragsordnung (Satzung) niedergelegt.

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