Qualitätsmanagement

BWL in der Arztpraxis

Ärzte mit eigener Praxis sind nicht nur Mediziner. Sie müssen auch betriebswirtschaften können.

Medizin studiert, betriebswirtschaftliches Denken und Handeln jeden Tag. So sieht Ihr Alltag aus. Machen wir uns nichts vor. Seit Sie zum ersten Mal Ihre Praxistür aufgesperrt haben, geht es nicht nur um die Behandlung von Patienten. Vielmehr dürfen Sie seitdem wirtschaften. Und zwar nach dem ökonomischen Prinzip. Auch Sie springen täglich im Spannungsfeld  zwischen unbegrenzten Bedürfnissen und begrenzten Gütern herum und sollen dafür eine adäquate Lösung finden. Die einen streben die Variante mit dem Maximalprinzip an, nämlich mit einem gegebenen Aufwand – das sind Ihre MitarbeiterInnen, Ihre Geräte etc. – den höchstmöglichen Ertrag zu erzielen. Die anderen präferieren das Minimalprinzip und verringern lieber den Aufwand, um den gegebenen Ertrag zu erzielen. Erkennen Sie sich wieder?

Wir haben es in den Arztpraxen definitiv mit einer „Besonderen Betriebswirtschaft“ zu tun. Es gibt branchentypische Modelle – keine Frage. Aber noch wichtiger ist es, individuelle Lösungen zu finden – und zwar für jede einzelne Praxis. Das setzt allerdings ein klein wenig Grundwissen bzw. Grundstruktur voraus. Es ist hier nicht die Rede von den Begrifflichkeiten, die einem eh nach einer gewissen Zeit Kopfschmerzen bereiten. Viel wichtiger ist es, einzelne Zusammenhänge zu erkennen und beschreiben zu können. Um dann letztendlich zu handeln – und zwar so, dass Sie am Tagesende nicht mit Kopfschmerzen und Extrasystolen aus der Praxis kriechen.

Haben Sie sich schon mal mit Ihrem QM System beschäftigt, werden Sie feststellen, dass gerade hier drin viel BWL steckt. Haben Sie gewusst, dass auch für Ihr Praxismarketing die Beschäftigung mit einzelnen betriebswirtschaftlichen Themen wichtig ist? Bei der Mitarbeiterführung? Beim Patientenservice?

Lassen Sie sich nicht verschrecken, von den bisher gelesenen Worten. Stecken Sie aber auch nicht den Kopf in den Sand. Sie müssen sich sonst auf viel zu viele externen Leute verlassen, die Sie vielleicht gar nicht so richtig verstehen.

Was also können Sie tun?

  • Literatur online lesen/beschaffen (z.B. sehr locker und verständlich – gar nicht abgewertet gemeint! – geschrieben ist BWL für Dummies.
  • Blogs abbonieren, die betriebswirtschaftliche (und andere) Themen für Praxen aufarbeiten (z.B. praximum)
  • Bei einem Gläschen Wein das Gelesene auf Papier bringen, indem Sie es auf Ihre Praxis anwenden (z.B. eine Pyramide erstellen mit Vision, Strategie/Konzept, Ziel(e), in Excel mal eine Personalbedarfsplanung „basteln“ …)

Sie sehen – das Wichtigste ist, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Das kostet klar Zeit, aber Sie sind dann nicht mehr so den Widrigkeiten ausgeliefert, ob intern oder extern. Und wer weiß, vielleicht beginnt Ihnen das strukturierte Erfassen Ihrer Praxisbelange ja tatsächlich auch Spaß zu machen.  (Diana Bernardi)

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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