Erbschaftssteuer absetzen

Einkommensteuerschulden sind abziehbar!

Die Erbschaftsteuer ist eine sogenannte Erbanfallsteuer. Der Besteuerung unterliegt nicht der Nachlass, sondern die jeweils beim Erben eingetretene Bereicherung.

In den Fällen des Erwerbs von Todes wegen ist deshalb der Vermögensanfall um die Nachlassverbindlichkeiten zu mindern. Nachlassverbindlichkeiten sind insbesondere die Schulden des Erblassers und die durch den Sterbefall entstandenen Kosten.

Abzugsfähig sind auch Steuerschulden des Erblassers, sofern sie spätestens zum Zeitpunkt der Entstehung der Erbschaftsteuer entstanden, aber noch nicht getilgt sind. Nicht entscheidend ist, dass die Steuern gegen den Erblasser bereits festgesetzt waren.

Das Finanzgericht Düsseldorf (Urteil vom 2. November 2011, 4 K 2263/11)  hat entschieden, dass auch die in der Person des Erblassers bis zu seinem Todestag entstandenen Einkommensteuerschulden als Nachlassverbindlichkeiten zu berücksichtigen sind.

Mit dieser Entscheidung weicht das Finanzgericht von der Auffassung der Finanzverwaltung ab. Der Bundesfinanzhof muss nun Klarheit schaffen, nachdem Revision eingelegt wurde (Az. BFH: II R 56/11).

A&W-Kommentar
Die folgerichtige Entscheidung des Finanzgerichtes stärkt die Position der Erben deutlich. Nachdem sie die Steuerschulden des Erblassers zu tragen haben, muss auch deren Ansatz möglich sein. Betroffene können gegen abweichende Bescheide vorgehen und unter Berufung auf das Revisionsverfahren Ruhen des Verfahrens beantragen.

Autor: Bernhard Mayer, Rechtsanwalt und Steuerberater in München, Sie erreichen ihn unter Telefon: 089 88949490, Fax: 089 8894949200 und eMail: kanzlei@bernhard-mayer.biz

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