Expertentipps für Praxisinvestitionen

EKG-Gerät kaufen: 6 Experten-Tipps für Ärzte

Kein medizintechnisches Gerät findet in der Arztpraxis so häufig Verwendung wie das EKG-Gerät. Die Experten von Medizinio* haben exklusiv für arzt-wirtschaft.de die wichtigsten Tipps für Ärzte rund um die Anschaffung eines EKG-Geräts zusammengestellt.

Auf Qualität und Leistung achten

Vor dem Kauf eines EKG-Geräts lohnt es sich nicht nur, Preise zu vergleichen. Denn obwohl das EKG-Gerät im Vergleich zu anderen medizintechnischen Geräten ein relativ günstiges Investitionsgut darstellt, muss der Arzt bei der Anschaffung auch auf die Leistung und Qualität achten. Das EKG-Gerät sollte einfach in der Handhabung, aber trotzdem schnell sein. Die Bedienung darf nicht zu kompliziert sein, damit das EKG-Gerät auch im Notfall schnell angeschlossen und ausgewertet werden kann.

Nahezu alle Hersteller bieten heutzutage EKG-Geräte an, die mit dem Smartphone oder Tablet bedient werden können. Moderne EKG-Geräte sind ebenfalls mit einer Bluetooth-Verbindung ausgestattet. Vor allem bei einem Belastungs-EKG ist die kabellose Bluetooth-Verbindung zu dem PC eine anwenderfreundliche Alternative.

Hersteller vergleichen

Generell lohnt es sich, Hersteller zu vergleichen und sich vor der Anschaffung eines EKG-Geräts Vergleichsangebote einzuholen. Einige Hersteller bieten auch Probestellungen der Ruhe- und Belastungs-EKG-Geräte für Ärzte an: Die EKG-Geräte können vor Ort im Unternehmen getestet und so auf ihre Qualität und Benutzerfreundlichkeit hin geprüft werden.

Die optionale Aufrüstung des EKG-Geräts mit weiteren Modulen für unterschiedliche EKG-Anwendungen sollte in die Kaufentscheidung des Arztes mit einfließen. Informieren Sie sich am besten vorab, welche Aufrüstungsmöglichkeiten die jeweiligen Hersteller anbieten.

Optionale Aufrüstung berücksichtigen

Bei dem Kauf eines EKG-Geräts spielt die optionale Aufrüstung eine entscheidende Rolle: Es sollten EKG-Anwendungen berücksichtigt werden, die auch in Zukunft in der Arztpraxis angeboten werden sollen. In eine EKG-Untersuchung, die nicht regelmäßig durchgeführt wird, sollte der Arzt hingegen nicht investieren. Stellen Sie sich vor der Anschaffung die folgenden Fragen:

• Welche EKG-Untersuchungen möchte ich zukünftig in der Praxis durchführen?
• Mit welchen Modulen ist das EKG-Gerät aufrüstbar?
• Mit welchen Kosten muss man bei einer nachträglichen Aufrüstung rechnen?

EKG-Geräte lassen sich nicht nur für das Belastungs-EKG, sondern auch für andere EKG-Anwendungen wie die Spirometrie aufrüsten. Holen Sie sich vorab Informationen darüber ein, welche Anwendungen mit dem jeweiligen EKG-Gerät durchgeführt werden können, mit welchen Modulen das EKG-Gerät optional aufrüstbar ist und wie viel die Aufrüstung des EKG-Geräts kostet.

Servicevertrag abschließen

Da es sich bei der EKG-Untersuchung um eine Standarduntersuchung handelt, muss die Reparatur des EKG-Geräts – vor allem in einer kardiologischen oder internistischen Praxis – unverzüglich erfolgen. Anbieter und Hersteller mit guten Serviceverträgen garantieren Ihnen einen schnellen Austausch von Ersatzteilen.

Generell ist es bei dem Kauf von Medizintechnik immer ratsam, einen Servicevertrag abzuschließen. Auf diese Weise kann der Arzt Kosten sparen und das bestehende EKG-Gerät reparieren lassen anstatt ein neues zu kaufen. Ein EKG-Gerät kann mithilfe eines zuverlässigen Services seitens des Herstellers problemlos bis zu 10 Jahre oder länger verwendet werden.

Anbieter sind einweisungspflichtig

Ein EKG-Gerät ist genauso wie jedes andere medizintechnische Gerät einweisungspflichtig. Aus diesem Grund ist davon abzuraten, im Internet ein günstiges EKG-Gerät bei einem Anbieter zu bestellen, der keine Einweisungen durchführt. Denn der Händler beziehungsweise der Hersteller ist einweisungspflichtig und muss auch bei einem Online-Kauf seiner Einweisungspflicht für das EKG-Gerät nachkommen.

Integration in die Praxissoftware

Besonders wichtig ist bei der Anschaffung eines EKG-Geräts der Anschluss an die vorhandene Praxissoftware. Informieren Sie sich am besten vor dem Kauf, welche integrierte Schnittstelle das von Ihnen ausgewählte EKG-Gerät besitzt und ob es in das Informationssystem der Arztpraxis problemlos eingebunden werden kann. Denn die Kosten für die Integration eines EKG-Geräts in die Praxissoftware sind oftmals nicht in den Kaufpreis inkludiert.

*Medizinio
Medizinio ist eine Plattform für Ärzte, die auf der Suche nach passender Medizintechnik sind, sich über die jeweiligen Medizingeräte informieren möchten und sich bei Medizinio kostenlose Vergleichsangebote einholen können.

Anzeige

Bernhard Roth: „Die PVS bedeutet für mich Zufriedenheit!“

Die Privatliquidation hält viele Herausforderungen für Ärzte bereit. Erfahren sie, warum der Facharzt Bernhard Roth sich für die PVS entschieden hat. Mehr
Author's imageServiceredaktion

Weitere Artikel zum Thema:

Mehr Geld gefordert

Tarifverhandlungen für MFA werden fortgesetzt


Beiträge müssen gezahlt werden

Krankenhaus muss zahlen: Sozialversicherungspflicht für Honorararzt


Kostenlose Broschüre

Telematikinfrastruktur: Informationen zum Anschluss und zur Finanzierung


Urteil zur Beitragspflicht

Firmenwagen verkauft? Rundfunkbeitrag unbedingt abmelden!


Grafik der Woche

Ausgaben für Renten und Sozialversicherungen steigen erneut an