Lohnsteuerkarte

Elektronisches Verfahren statt Karton

Eine Ära geht zu Ende: Seit 1925 gab es die Lohnsteuerkarte aus Karton. Die gelbe 2010er Pappkarte war die letzte, die verschickt wurde. Ihren Job, so A&W-Autor Florian Bogner, übernimmt künftig ein elektronisches Verfahren.

Da das neue Verfahren stufenweise eingeführt wird, darf die Lohnsteuerkarte 2010, die ihnen Ihre Mitarbeiter vorgelegt haben, ausnahmsweise zwei Jahre lang angewendet werden. Weder Sie noch Ihre Arbeitnehmer dürfen die gelbe Karte Ende 2010 deshalb vernichten. 2011 startet ein Pilotprojekt mit ausgewählten Arbeitgebern: Die können dann die Elstam-Daten („Elektronische LohnSteuer-AbzugsMerkmale“) beim Finanzamt per PC abrufen.

Um Missbrauch zu vermeiden, müssen sie sich bei der elektronischen Anmeldung ausweisen. Endgültig papierlos soll es dann ab 2012 zugehen: Dann brauchen Arbeitgeber lediglich die Steuer-Identifikationsnummer und das Geburtsdatum des Beschäftigten. Die elfstellige ID-Nummer haben alle Bürger schon vor zwei Jahren zugewiesen bekommen.

A&W-HISTORIE

Farben halfen zu unterscheiden

Zum ersten Mal kam die Lohnsteuerkarte aus Pappe 1925 in den Umlauf. Damals war sie größer und dicker. Im Zweiten Weltkrieg schrumpfte sie von DIN A4 auf das heutige A5-Format. Um die Pappkarten besser auseinander zu halten, wechselten schon damals jedes Jahr die Farben. Anfang der 50er Jahre wurde eine feste Farbfolge festgelegt: Rot, Gelb, Grün, Orange. Die letzte Karte mit Gültigkeit 2010/2011 ist gelb.

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