Steuermonitor

Steuerfreie Vorteile für Mitarbeiter

Ein aktuelles BFH-Urteil erweitert die Möglichkeiten, Arbeitnehmern steuerfreie Vorteile zukommen zu lassen. Demnach sind Geschenkgutscheine Sachbezüge und kein Barlohn.

Überlässt der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer einen bei einem fremden Dritten einlösbaren Gutschein über einen Höchstbetrag in Euro, um einen Artikel aus dessen Warensortiment zu beziehen, so wendet er dem Arbeitnehmer eine Sache zu. Ob Barlohn oder Sachlohn vorliegt, entscheidet sich nach dem Rechtsgrund des Zuflusses. Also danach, was der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber beanspruchen kann.

Die Unterscheidung zwischen Bar- oder Sachlohn ist insoweit von Bedeutung, als dass bis zu einer Höhe von monatlich 44 Euro Sachlohn steuerfrei gewährt werden kann. Finanzverwaltung und Rechtsprechung sind bisher davon ausgegangen, dass Gutscheine über in Euro lautende Beträge oder Höchstbeträge die Voraussetzung für Barlohn erfüllen. Dem ist der Bundesfinanzhof jetzt mit seinem aktuellen Urteil entgegengetreten (BFH-Urteil vom 11.11.2010, V R 21/09).

A&W-Kommentar
Diese Rechtsprechung ist für Ärzte erfreulich. Sie erweitert die Möglichkeiten, Arbeitnehmern steuerfreie Vorteile zukommen zu lassen und beseitigt Fallstricke in der Praxis.

Autor: Bernhard Mayer, Rechtsanwalt und Steuerberater in München, Sie erreichen ihn unter Telefon: 089 88949490, Fax: 089 8894949200 und eMail: kanzlei@bernhard-mayer.biz

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