Passender Rundumschutz

Es ist eine Kunst, Kunst gut zu versichern

Gemälde machen sich nicht nur an den Praxiswänden gut. Wer etwas tiefer in die Tasche greift, kann in Kunst auch als Wertanlage investieren. Bei den gegenwärtigen Niedrigzinsen ist das sogar im Trend. Allerdings ist ab einem gewissen Wert eine Kunstversicherung ein Muss.

Da Zinsanlagen nur noch wenig bringen, geht es immer mehr in Richtung Sachwerte – zum Beispiel Kunst, Antiquitäten und Sammlungen. „Kunst wird immer häufiger als Wertanlage betrachtet“, heißt es bei den Experten. Die Euphorie ist groß. Bei den Versteigerungen geht die Post ab.

Kunst als Draufgabe zu den Normal-Anlagen sei in Ordnung. Das sagt zum Beispiel Carolin Jost, Spezialistin Art Management bei der HypoVereinsbank. Ihre Empfehlung: „Einsteiger sollten rund 50.000 Euro für ein Werk investieren“. In diesem Segment halte sich Rendite und Risiko die Waage.

Keine Absicherung gegen Holzwürmer

Was aber über diesen Rahmen hinausgeht, kann mit der herkömmlichen Hausrat-Police nicht mehr gedeckt werden. Hier kommt die Kunstversicherung ins Spiel. Sie bietet eine Allgefahrendeckung, alles ist versichert, was nicht ausdrücklich ausgenommen ist wie Schäden durch Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit und die schlechte Beschaffenheit des Kunstwerkes. Auch der einfache Diebstahl ist versichert. Die Super-Police streikt allerdings, wenn Holzwürmer am Werk sind oder Bilder allmählich vergilben.

Aber: Der Wert kann sich im Laufe der Jahre verändern – Steigerungen durch Zukauf, Tausch oder Entwicklungen am Markt sind zu berücksichtigen. Daher empfiehlt es sich, die Versicherungsprämie bei Wertveränderungen entsprechend dynamisch anzupassen. Extraleistungen und individuelle Absprachen sind möglich. So können etwa Kunsttransporte, teilweise Wiederbeschaffungskosten  gestohlener Kunstwerke, nachträglich hinzu gekaufte Stücke, Sammlerleihgaben für Museen im Schutz enthalten sein.

Serviceleistungen im Schadensfall

Die Prämien reduzieren sich, wenn der Kunde Selbstbehalte übernimmt und gute Einbruchsicherungen einbauen lässt. Generell liegen die Prämien, je nach Risiko, zwischen zwei und drei Promille der vereinbarten Summe.

Serviceleistungen im Schadenfall haben große Priorität – so etwa die Vermittlung von Restauratoren in allen Spezialgebieten. Oder im Fall eines Diebstahls die Weiterleitung der detaillierten Beschreibung an das Art Loss Register, eine internationale Datenbank zur Wiederbeschaffung gestohlener Kunstgegenstände.

Entscheidend ist auch die Bewertung. Da geht es darum, ob der Versicherer weitreichend recherchiert und Kontakte zur Kunstszene hat. Denn die Kunstversicherung gehört zu den Exoten unter den Assekuranzen. Hier wird man um eine sorgfältige, individuelle Selektion wohl nicht herumkommen.

 

A&W-Kompakt
Hier finden Sie Kunstpolicen

Nur jeder zehnte Sammler hat mit einer Kunstversicherung vorgesorgt. Kunstpolicen bieten folgende Versicherungsanbieter: Allianz mit „Art Privat“. AXA mit „art 500“, „art“, „Casa Arte“ oder „Artplus“. Hiscox mit „Haus und Kunst“. Mannheimer mit „artima“. Uniqa mit „Kunst & Leidenschaft“. Gothaer mit „Kunstversicherung“. Schunck mit „artSecure“. Zilkens mit „Fine Art Insurance“. Hösch & Partner mit „Makler“. Kuhn & Bülow mit „Makler“ (Stand 11/2015).

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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