Medizinisch-Ökonomischen Fußabdruck

Fachärzte investieren 150.000 bis 1,5 Millionen Euro in ihre Praxis

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) hat den aktualisierten Medizinisch-Ökonomischen Fußabdruck der Fachärzte veröffentlicht. Sie leisten nicht nur einen erheblichen medizinischen, sondern auch einen soliden wirtschaftlichen Anteil in Deutschland.

Fachärzte erbringen in Klinik und Praxis pro Jahr rund 462 Millionen Stunden Arbeitszeit, allein 202 Millionen Stunden entfallen auf die niedergelassenen Fachärzte. „Das zeigt, wie hoch deren Beitrag für eine hochwertige medizinische Versorgung der Bevölkerung ist“, sagt Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa.

Fachärzte schaffen 700.000 Arbeitsplätze

Aber nicht nur: Der niedergelassene Facharzt ist auch Unternehmer und Arbeitgeber, investiert eigenes Vermögen in den Aufbau von Versorgungsstrukturen und schafft Arbeitsplätze. Allein zu Beginn seiner Tätigkeit nimmt jeder Facharzt je nach Fachgruppe eine Anfangsinvestition in Höhe von 150.000 bis zu 1,5 Millionen Euro vor. In der ambulanten ärztlichen Versorgung schaffen Fachärzte dauerhaft rund 700.000 Arbeitsplätze.

„Die Honorarzuwächse in den letzten Jahren sind deshalb auch immer in die Sicherung und in die Attraktivität der Arbeitsplätze geflossen“, so Heinrich. Die Investitionen liegen bei rund 1,2 Milliarden Euro pro Jahr – und fließen laut SpiFa vor allem in die Neueinrichtung und Umgestaltung von Arztpraxen, aber insbesondere auch in neue medizinische Geräte.

Eine der wichtigsten Branchen in Deutschland

Die Gesundheitsversorgung leistet neben ihrem medizinischen Beitrag auch einen erheblichen Anteil zur soliden wirtschaftlichen Lage in Deutschland: Inzwischen zählt die Gesundheitswirtschaft zu den wichtigsten Branchen der Volkswirtschaft. Das unterstreicht auch die Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR) des BMWi: Demnach erwirtschaftete die Gesundheitswirtschaft im Jahr 2017 fast 350 Milliarden Euro. Daran hatten Krankenhäuser und Arztpraxen mit ihren Fachärzten einen Anteil von mehr als einem Drittel. Das sind rund zwölf Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP).

Jeder achte Euro Bruttowertschöpfung wird inzwischen in der Gesundheitswirtschaft geschaffen. Die ist in den letzten 10 Jahren stärker gewachsen als die Volkswirtschaft insgesamt. In der Gesundheitswirtschaft arbeiten 7,3 Millionen Menschen, also jeder sechste Erwerbstätige. Auch das Erwerbstätigenwachstum in der Gesundheitswirtschaft ist höher als in der deutschen Wirtschaft insgesamt.

Der SpiFa veröffentlicht den Medizinisch-Ökonomischen Fußabdruck der Fachärzte in regelmäßigen Abständen, zuletzt im Jahr 2016.
Mehr zum Medizinisch-Ökonomischen Fußabdruck der Fachärzte finden Sie unter https://moef.spifa.de

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