Mit dem Pkw auf Hausbesuch

Fahrtenbuch muss ab 1. Januar geführt werden

Im Gegensatz zu der sogenannten 1%-Regelung hat das Führen eines Fahrtenbuchs den Vorteil, dass es die berufliche und private Fahrleistung genau wiedergibt. Allerdings werden Fahrtenbücher vom Fiskus sehr genau geprüft: Lücken darf es nicht geben.

(dpa/tmn) Ärzte, die einen Pkw für die Praxis haben, beispielsweise um Hausbesuche zu machen, diesen aber auch privat nutzen, müssen den dadurch entstehenden Vorteil versteuern. Doch wie wird der Vorteil genau berechnet? „Grundsätzlich gibt es dafür zwei Möglichkeiten“, erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

Zum einen die sogenannte 1-Prozent-Regelung und zum anderen die Fahrtenbuchmethode. Während bei der 1-Prozent-Regelung der private Nutzungsanteil pauschal auf Basis des Fahrzeuglistenpreises errechnet wird, erfolgt die Abrechnung beim Fahrtenbuch nach tatsächlich gefahrenen Kilometern. Die zweite Variante klingt im ersten Moment deutlich fairer. Allerdings ist sie mit Aufwand verbunden und man darf sich keine Nachlässigkeiten erlauben.

In der Regel lohnt sich die Fahrtenbuchmethode immer nur dann, wenn das Fahrzeug tatsächlich weit überwiegend beruflich genutzt wird. „Fahrtenbücher werden von der Finanzverwaltung sehr genau unter die Lupe genommen, denn die Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch sind streng“, sagt Steuerexperting Klocke.

Im Fahrtenbuch müssen unbedingt das Datum der Reise, der Kilometerstand zu Beginn und am Ende jeder einzelnen Fahrt, das Reiseziel und auch der Reisezweck vermerkt werden. Das bedeutet, dass die genaue Zieladresse mit Straße und Hausnummer und der aufgesuchte Patient  namentlich aufgezeichnet werden müssen. Auch das Aufschreiben der Umwege darf nicht vergessen werden. Soll die Fahrtenbuchmethode genutzt werden, muss bereits ab dem 1. Januar 2016 ein Fahrtenbuch geführt werden. „Eine rückwirkende Korrektur oder das Nachtragen des Fahrtenbuches ist nicht zulässig“, gibt Klocke zu bedenken.

Wer hingegen am Jahresende 2016 feststellt, dass die 1-Prozent-Regelung doch günstiger für ihn wäre, kann ohne Probleme doch noch mit der 1-Prozent-Regelung abrechnen: „Abgesehen vom Aufwand, spricht also nichts dagegen, das gesamte Jahr über ein Fahrtenbuch zu führen“, resümiert Klocke.

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