Schadensabwicklung bei Unfall

Falschangaben bei der Autoversicherung werden meist teuer

Ehrlichkeit zahlt sich aus: Wer bei Angaben gegenüber dem Versicherer nicht die Wahrheit sagt und dabei überführt wird, dem drohen entweder Strafen oder eine höhere Selbstbeteiligung.

(dpa/tmn) Lässt man ein Auto auf die Praxis zu, will die Versicherung so einiges wissen. Beispielsweise wie das Auto untergebracht wird und wie viele Kilometer man pro Jahr damit fahren will. Tatsächlich wirken sich Dinge wie eine geringe Kilometerlaufleistung oder eine vorhandene Garage häufig positiv auf den Beitrag aus, viele Autoversicherungen gewähren entsprechende Rabatte. So manch einer kann da der Versuchung nicht wiederstehen die Angaben zu beschönigen. Da wird der Carport zur geschlossenen Garage und die Laufleistung deutlich runtergeschätzt. Aber Achtung: Wer gegenüber der Versicherung falsche Angaben macht, riskiert, die Vergünstigungen rückwirkend zum Beginn des Beitragsjahres zurückzahlen zu müssen.

Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nach einer Stichprobe bei zehn Versicherern hin. Diese hatten Vergehen entsprechend geahndet. Ein Unternehmen erhöhte auch die Selbstbeteiligung um 500 Euro. Zu denken, dass die Versicherung einen niemals beim Schummeln erwischen wird, ist ein Irrtum: Spätestens bei einem Unfall prüfen die Unternehmen die Angaben, zum Beispiel anhand von Werkstattrechnungen oder Polizeiberichten. Beim Schadensfall muss man also immer mit einer genauen Überprüfung rechnen.

Einige Versicherungen kontrollieren außerdem ihre Kunden stichprobenartig. Bei absichtlichen Falschangaben forderten zwei Firmen laut Verbraucherzentrale Strafen von 500 und 1000 Euro. «Den Vorsatz sollte der Versicherer im Einzelfall nachweisen können», sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale. Sieben Unternehmen forderten dann rückwirkend die jeweils doppelten Beiträge aus dem Versicherungsjahr. Natürlich können sich Lebensumstände auch ändern, beispielsweise durch einen Umzug. Änderungen, die Auswirkungen auf die Rabatte haben, sollten Autofahrer aber zügig dem Anbieter mitteilen, um nicht unter den Betrugsverdacht zu geraten.

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