Aktien

Dividenden 2021: Ausschüttungen stabilisieren sich

Aktionäre können sich freuen: Die Unternehmen schütten auch in diesem Jahr wieder ordentlich Dividenden aus. Nach einem Einbruch im vergangenen Jahr steigt die Ausschüttungsquote wieder.

Dividenden steigen deutlich

Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg von 4,9 Prozent. 2020 war das Dividenden-Volumen im Jahresvergleich pandemiebedingt um 18 Prozent eingebrochen. Das zeigt die aktuelle Dividendenstudie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und dem isf Institute for Strategic Finance an der FOM Hochschule.

Ausschüttungen erreichen Bestmarken nicht

Von den bisherigen Bestmarken sind die Ausschüttungen damit noch ein Stück weit entfernt. Laut der Studie schütteten die Unternehmen in den Indices 2019 insgesamt 51,9 Milliarden Euro aus.

Insgesamt hat sich das Ausschüttungsverhalten der Studie zufolge in diesem Jahr normalisiert: Der Anteil der Dividendenzahler ist von 65 Prozent auf 75 Prozent gestiegen.

Drei Fakten, die Anleger über die Dividende kennen sollten:

  • Ausschüttung: In Deutschland werden Dividenden in der Regel einmal im Jahr ausgeschüttet. In anderen Ländern wie den USA oder Großbritannien zum Beispiel fließt die Dividende oft quartalsweise. Die Dividenden sind nicht garantiert. Über ihre Höhe wird in der Regel auf der jährlichen Hauptversammlung entschieden. Je nachdem, wie die Geschäfte des Unternehmens laufen, können die Zahlungen auch gekürzt oder ganz gestrichen werden.
  • Kursbewegung: Schüttet ein Unternehmen die Gewinnbeteiligung aus, wird das jeweilige Papier danach «ex Dividende» gehandelt. Das bedeutet, die Höhe der Dividende ist vom Aktienwert abgezogen worden. Ein Beispiel: Der Aktienkurs liegt bei 40 Euro. Die Dividende pro Aktie liegt bei 1,50 Euro. Dann sinkt der Kurs nach der Ausschüttung auf 38,50 Euro. Bei guten Geschäftsaussichten sind solche Abschläge in der Regel schnell wieder aufgeholt.
  • Steuern: Dividenden unterliegen der Abgeltungsteuer. Die Bank zieht 25 Prozent plus Solidaritätsbeitrag und eventuell Kirchensteuer von der Ausschüttung ab. Ein Freistellungsauftrag schützt jeden Anleger bis zu einem Betrag von 801 Euro vor dem Zugriff des Fiskus. Bei ausländischen Aktien wird meistens noch eine Quellensteuer abgezogen. Die können Anleger sich in der Regel zurückholen, das kann aber kompliziert sein.
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Author's imageIlias TsimpoulisManaging Director bei Doctolib

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