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Erste Schritte an der Börse: Die besten Tipps für Aktieneinsteiger


Mann gießt Baum in Form von steigendem Aktienkurs

Geld auf dem Sparkonto liegen zu lassen, lohnt sich nicht, denn hier verliert es nur an Wert. Als attraktive Geldanlage werden Wertpapiere angepriesen. Aber Aktien an der Börse kaufen – wie geht das überhaupt? Hier finden Sie die wichtigsten Tipps für Anfänger.

Wenn EZB-Chef Mario Draghi spricht, hoffen auch viele Sparer auf wieder steigende Zinsen. Doch mehr Geld für Bares auf der Bank wird es so schnell nicht mehr geben, prognostizieren Experten. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir in den nächsten fünf Jahren so etwas wie Zinsen sehen werden, die einen realen Kapitalerhalt mit Geldvermögen ermöglichen“, sagt Rainer Laborenz, Geschäftsführer bei der Offenburger azemos Vermögensmanagement GmbH.

Depoteröffnung lieber bei der Direktbank

Um Werpapiere wie Aktien oder ETFs an der Börse kaufen und verkaufen zu können, brauchen Anleger zunächst ein Depot. Verlangt die Bank allerdings hohe Depotgebühren und lässt sich auch den Aktienkauf und Verkauf entsprechend hoch bezahlen, lohnt sich der Weg an die Börse für Einsteiger oft gar nicht mehr.

Erfahrene Anleger setzen deshalb oftmals lieber auf Direktbanken und Online-Broker. Auf diesem Wege ist der Aktienhandel tatsächlich häufig erheblich günstiger, weil hier das Depot über das Internet oder per Telefon geführt wird.

Eine Reihe von Vergleichsportalen im Internet hilft dabei, das individuell günstigste Depot und den besten Online-Broker zu finden. Die Kontoeröffnung ist dann auch für Anfänger denkbar einfach: Man muss nur noch die nötigen Unterlagen ausdrucken und sich für die Depoteröffnung beim Unternehmen per Post oder Videochat anhand des Ausweises identifizieren lassen.

Aktienhandel und Börse besser verstehen

Dann beginnt die eigentliche Herausforderung: Welche Wertpapiere sollte man als Einsteiger kaufen? Welche Unternehmen bieten die beste Rendite? Sind Aktien oder ETFs für Einsteiger besser?

Wovon sich Anleger allerdings besser gleich verabschieden sollten, ist der Wunsch, mit dem Aktienhandel schnell reich zu werden. Gerade Anfänger lernen sonst auf die harte Tour, dass der Aktienkurs auch mal einbrechen kann und man besser langfristig investieren und auf renommierte Unternehmen setzen sollte. „Anleger müssen begreifen, dass sie keine Spekulationspapiere erwerben, sondern Anteile an Unternehmen“, rät Anlagefachmann Laborenz.

Typische Anfänger-Fehler beim Aktienkauf

Ganz auf eigene Faust sollten Einsteiger an der Börse sowieso nicht loslegen, sonst laufen sie Gefahr, typische Anfängerfehler zu machen: Aktien kaufen, wenn alle kaufen und die Kurse steigen. Verkaufen, wenn alle verkaufen und die Kurse fallen. Das sei tatsächlich typisch für unerfahrene Privatleger, die den Trend aber mitmachen und ihr Geld unbedingt noch in Wertpapiere investieren wollen. weiß Gerhard Selig, Inhaber der Gerhard Selig Vermögensstrategien GmbH aus Konstanz. Damit handeln sie eigentlich gegen den gesunden Menschenverstand. „Wenn im EDEKA um die Ecke eine Sonderaktion „Butter zum halben Preis“ angeboten wird, kaufen die Menschen“, sagt Anlageexperte Selig, „würde die Butter zum doppelten Preis angeboten, käme niemand auf die Idee jetzt die Butter zu kaufen. Aber an den Börsen verhält sich der Kleinanleger gerade anders herum.“

ETFs und verschiedene Aktien

Ein anderer typischer Fehler von Anfäängern sei es, beim Kauf von Aktien nur auf ein Unternehmen zu setzen.Besser wäre es, das Geld auf verschiedene Wertpapiere, Branchen, Regionen, Währungen etc. zu diversifizieren und damit auch das Risiko zu verteilen. Deswegen empfehlen Vermögensexperten gerade am Anfang eher breit aufgestellte Fonds zu kaufen, statt alles auf einzelne Aktien zu setzen.

Zudem empfiehlt der Konstanzer Vermögensverwalter neben einer unabhängigen Beratung auch ein gutes Fachbuch zum Thema Geldanlage an der Börse zu lesen. Zum Beispiel „Genial einfach investieren“ von Martin Weber, Finanzwirtschaftsprofessor an der Universität Mannheim. Das Standardwerk gibt es sogar als kostenloses E-Book unter http://www.arero.de/downloads/ und vermittelt das nötige Basiswissen für einen erfolgreichen Auftritt auf dem Börsenparkett. Bevor Anleger die ersten Aktien kaufen, sollten sie sich auf jeden Fall ein gutes Wissen zum Thema Aktien aneignen und über die wichtigsten Kennzahlen der Wertpapiere, wie z.B. das Kurs-Gewinn-Verhältnis und den Cost-Average-Effekt, bescheid wissen.

Hier die wichtigsten Tipps für Anfänger zur Geldanlage an der Börse:

1. Beim Anlegen in Wertpapiere klein anfangen.

Der erste Schritt für Anleger auf dem Börsenparkett sollte nicht so aussehen, dass sie alles vorhandene Geld mit vollem Risiko auf eine Aktie zu setzen.Anfänger fangen besser mit einem Fondssparplan klein an. Investieren Sie z.B. 25 oder 50 Euro monatlich in ETFs und damit in einen ganzen Korb von Aktien und bauen so nachhaltig einen Vermögensgrundstock auf.

2. Aktien kaufen – aber nicht auf Kredit!

Wer Aktien kaufen will, sollte dies nie mit geliehenem Geld tun! Das verstärkt sonst vorhandene Risiken und gefährdet bei Verlusten nicht nur das investierte Vermögen, sondern gleich die komplette finanzielle Existenz.

3. Langfristig investieren.

Grundsätzlich sollten Anleger nur Geld in Aktien stecken, dass im Idealfall fünf Jahre oder länger nicht gebraucht wird. Wer nicht kurzfristig spekuliert, sondern langfristig in solide Unternehmen investiert, kann in der Regel Marktschwankungen aussitzen und sich über eine gute Rendite freuen.

4. Niemals das komplette Geld in Aktien anlegen

Bitte beachten: Auch wenn die Aktie noch so attraktiv erscheint: Investieren Sie nicht Ihre kompletten Ersparnisse. Der Aktienkurs kann sich schnell verändern und wer schnell verkaufen muss, macht oft Verlust. Es sollte deshalb immer ein Notgroschen auf dem Konto vorhanden sein, mit dem auch größere Reparaturen und Neuanschaffungen bezahlt werden können.

5. Beim Aktienkauf die Risiken streuen.

Wer kein hohes Risiko eingehen und Verluste vermeiden will, sollte das Vermögen, das in Aktien oder Fonds gesteckt wird, möglichst breit aufteilen. Steckt zum Beispiel ein Teil in ausländischen Aktien, ein Teil in inländischen Fonds, dann noch etwas in Anleihen, Immobilien und ein paar Goldmünzen, ist nie das gesamte Ersparte in Gefahr, wenn es an der Börse zu Turbolenzen kommt.

Warum sich der EInstieg in den Aktienmarkt langfristig lohnt

Eine Untersuchung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) ergab, dass Sparpläne auf die Gesamtheit der 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX nach 20 Jahren selbst im ungünstigsten Fall im Zeitraum 1967 bis 2015 mindestens ein jährliches Plus von 2,7 Prozent brachten. Im Schnitt waren es sogar 9,9 Prozent und im besten Fall 15,0 Prozent. Aktiensparpläne erwiesen sich demnach in den letzten Jahrzehnten bei langem Anlagehorizont als wenig riskante und sehr rentable Anlageform. Wer 20 Jahre lang 100 Euro spart, hätte so rechnerisch aus 24.000 Euro Ansparkapital durch einen Aktiensparplan mindestens rund 31.700 Euro gemacht. Im Durchschnitt konnten es Aktiensparplanbesitzer sogar auf ein Vermögen von über 70.000 Euro bringen.

Quelle: DAI-Studie „Lebensstandard im Alter sichern – Rentenlücke mit Aktien schliessen“ (2016), S.19 https://www.dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/studien/2016-12-06%20Studie%20Aktienorientierte%20Altersvorsorge%20DAI%20Deka%20Metzler%20UI.pdf

Linksammlung – Günstiges Depot finden

Welches Depot unter dem Strich am günstigsten ist, hängt von der Häufigkeit und Höhe der Käufe und Verkäufe (Trades) ab. Im Vergleich zu einer normalen Hausbank sind Onlinebroker oft mehrere hundert Euro günstiger. Bei diesen Vergleichsportalen können Sie herausfinden, welches Institut für Sie den Börseneinstieg am kostengünstigsten anbietet:

http://www.finanzen.net/online-broker-vergleich/

http://dieboersenblogger.de/depot-vergleich/

https://www.biallo.de/depot-vergleich/

https://wertpapier.fmh.de/rechner/fmh2/

https://www.financescout24.de/depot/vergleich

 

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