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Gold verkaufen: So kriegen Käufer mehr raus


Goldenes Sparschwein

Wer Gold in Form von Schmuck oder Münzen besitzt und zu Geld machen will, kann zum Edelmetallhändler oder zum Juwelier gehen. Doch oft bekommt man nicht den Preis, den man dafür erwartet hat, warnt Dr. Marc-Oliver Lux*.

Wer alten Goldschmuck zu Geld machen will, kann zum Edelmetallhändler oder zum Juwelier gehen. Doch Vorsicht: Der Markt für Altgoldrecycling ist unübersichtlich. Beim Juwelier besteht immerhin die Chance, dass er den Schmuck wiederverkaufen kann. Insbesondere, wenn es sich um Stücke von bekannten Marken wie Cartier oder Bulgari handelt. In den allermeisten Fällen landet das Altgold aber in der Schmelze. Das bedeutet: Der Käufer bezahlt weder das Design noch die Marke. Das kann zu unangenehmen Überraschungen führen, wenn das 4.000-Euro-Collier plötzlich nur noch 2.000 Euro bringt.

Transparenz beim Goldverkauf

Anleger sollten dabei auf die Transparenz des Ankaufsprozesses achten. Der Schmuck sollte vor den Augen des Kunden gewogen werden. Zudem sollten sich Anleger im Vorfeld über den aktuellen Goldpreis informieren. Wenn der Händler oder Juwelier dann einen Kauf für 20 oder 30 Prozent unter Marktpreis anbietet, darf man schon mal nachfragen, wie das zustande kommt. Bei Schmucklegierungen oder Dentalgold bietet sich mitunter eine Mehrstoffanalyse an, um zum Beispiel Platin- oder Palladiumanteile zu erfassen und im Ankauf vergüten zu lassen.

Anlegermünzen als Alternative

Eine Alternative sind Anlegermünzen, die sich oft in vielen Nachlässen finden. Der Krügerrand, die Anlegermünze aus Südafrika, ist noch immer der unangefochtene Marktführer in Deutschland. Daneben kaufen die Deutschen verstärkt den kanadischen Maple Leaf und den Wiener Philharmoniker der Münze Österreich. Alle drei Münzen kosten aktuell das Gleiche: rund 1.600 Euro. Manchmal gibt es jedoch leichte Preisunterschiede, etwa wenn der Krügerrand nur eingeschränkt lieferbar ist. Dann wählt man einfach das günstigste Produkt. Etwas ausgefallener sind der China Panda oder das australische Känguru.

Oft wird für Gold nur der Schmelzpreis bezahlt

Sie sind teurer als der Krügerrand. Der Aufpreis beträgt rund zwei bis drei Prozent. Hinzu kommt, dass möglicherweise nicht alle Händler jede Münze zum Ankaufspreis zurücknehmen, sondern nur den Schmelzwert zahlen. Wer beispielsweise eine weniger verbreitete Münze in eine kleinere Sparkassenfiliale bringt, muss damit rechnen, dass er sie dort nur mit einem Abschlag los wird. Bei einer bekannteren Anlagemünze ist man flexibler, wenn man sie wieder verkaufen will. Die Händler, bei denen die exotische Münze gekauft wurde, nehmen sie in der Regel zu einem fairen Preis zurück.

Gastautor: Dr. Marc-Oliver Lux ist Geschäftsführer der Dr. Lux & Präuner GmbH in München

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