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Wie Medizinstudenten ihren Lebensunterhalt finanzieren


Young doctor woman with stethoscope isolated on gray background.

In der Ausbildung von Medizinstudenten im Praktischen Jahr (PJ) krankt es nicht nur an ausreichender Betreuung und Anleitung, sondern auch an finanzieller Unterstützung. Dies geht aus einer Umfrage des Marburger Bundes hervor, der im März und April dieses Jahres rund 1.300 Mitglieder befragt hat, die sich noch im PJ befinden oder ihr PJ gerade absolviert haben.

35 Prozent der Medizinstudenten müssen ihren Lebensunterhalt während des Praktischen Jahres mit Hilfe der monatlichen Aufwandsentschädigung (Geld- und Sachleistung) finanzieren. In der Regel liegt die monatliche Aufwandsentschädigung aber unterhalb des BaföG-Höchstsatzes von derzeit 649 Euro.

Nur 6 Prozent erhalten mehr als 650 Euro. Die Mehrheit (44 Prozent) bekommt zwischen 301 und 649 Euro. Ein Drittel der Befragten gibt an, weniger als 300 Euro erhalten zu haben. 17 Prozent erhalten gar keine Aufwandsentschädigung.

Aufwandsentschädigung reicht zum Leben

Nur 15 Prozent gaben an, dass ihnen die Aufwandsentschädigung zum Leben reicht. So kommen selbst die, die eine Aufwandsentschädigung erhalten, meistens nur in Kombination mit anderen Geldquellen über die Runden: 12 Prozent der befragten Medizinstudierenden gehen zusätzlich einem Nebenjob nach. 8 Prozent nehmen BAföG in Anspruch. Die Mehrheit, nämlich 54 Prozent, bekommt zudem Zuwendungen von Eltern oder Familie. 10 Prozent der Befragten haben ein Stipendium. 8 Prozent mussten einen Kredit aufnehmen, um das Praktische Jahr finanziell zu überbrücken. 8 Prozent versuchen im PJ massiv zu sparen.

„Wir brauchen endlich eine bundesweit einheitliche PJ-Aufwandsentschädigung auf einem mindestens existenzsichernden Niveau, wie dies jüngst auch der Deutsche Ärztetag auf unsere Initiative hin gefordert hat. Die meisten Studierenden sind während des Praktischen Jahrs dringend auf die Aufwandsentschädigung angewiesen. Deshalb muss endlich ein Rechtsanspruch auf eine entsprechende Geldleistung in der Approbationsordnung verankert werden“, fordert Victor Banas, Vorsitzender des Sprecherrates der Medizinstudierenden im Marburger Bund.

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