Das sind die Gutverdiener

Führungskräfte Ü50: Chefärzte verdienen am meisten

Wer als Arzt auch im fortgeschrittenen Alter viel Geld verdienen will, sollte Karriere im Krankenhaus machen: Chefärzte sind Deutschlands Top-Verdiener über 50 Jahre, auch wenn das durchschnittliche Einkommen etwas gesunken ist. Auch angestellte Fachärzte können sich nicht beklagen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

In welchen Berufen verdient man jenseits der 50 am besten? Dieser Frage ist Gehalt.de auch in diesem Jahr nachgegangen und hat die durchschnittlichen Gehälter von 28.223 älteren Arbeitnehmern analysiert. Ergebnis: Am einträglichsten ist die Festanstellung in einer Klinik als Chefarzt. Diese Mediziner verdienen durchschnittlich 185.000 Euro im Jahr und belegen damit mit großem Abstand den ersten Platz unter den Topgehältern der Führungskräfte. Eine Größenordnung, von der viele Praxisinhaber nur träumen können. Allerdings ist das Durchschnittsgehalt der Chefärzte damit innerhalb eines Jahres deutlich gesunken: Im vergangenen Jahr konnten sie noch mit einer durchschnittlichen Bezahlung von 193.222 Euro im Jahr punkten.

Auf Rang zwei folgen die Business Developer, die sich um die Zukunftsstrategie der Unternehmen kümmern. Sie liegen bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 129.155 Euro. An dritter Position findet sich das Durchschnittseinkommen der Geschäftsführer mit 125.325 Euro (2016: 159.127 Euro), gefolgt von der Vertriebsleitung (2017: 121.082; 2016: 140.746 Euro). Die kaufmännische Leitung, im vergangenen Jahr noch unter den Top-5, wurde von der Marketingleitung mit einem Jahresgehaltvon 118.055 Euro abgelöst.

Die 5 Bestverdiener ohne Personalverantwortung

Die Bestverdiener über 50 Jahre, die keine Führungsverantwortung tragen, verdienen als Justitiar das höchste Gehalt. Mit einem jährlichen Einkommen von rund 86.000 Euro erhalten sie jedoch 100.000 Euro weniger als Chefärzte. Es folgen der (Key) Account-Manager mit 85.000 Euro und der Vertriebsingenieur mit 84.000 Euro. Fachärzte kommen im gehobenen Alter auf ein Gehalt von 80.700 Euro (2016: 87.173). Den fünften Platz belegen Berufe im Cash-Management (Treasury) mit einem Jahresgehalt von fast 76.000 Euro.

Im Durchschnitt verdienen Fachkräfte über 50 Jahre 41.000 Euro. Mit Studienabschluss kommen sie auf ein jährliches Gehalt von 62.000 Euro, ohne akademischen Abschluss liegt der Durchschnitt bei 37.000 Euro. Dieser Betrag unterscheidet sich kaum von dem durchschnittlichen Einkommen eines Berufseinsteigers mit Hochschulabschluss.

Gehalt steigt nicht mehr

Auch ist bei diesen Zahlen das Ende der Fahnenstange dann auch meist erreicht. Jedenfalls für Arbeitnehmer ohne Personalverantwortung. Laut einer anderen Analyse von Gehalt.de steigen die Gehälter der genannten Fachkräfte meistens nämlich nur bis zum 45. Lebensjahr regelmäßig an. Während Führungskräfte auch darüber hinaus noch Gehaltserhöhungen erfahren, stoppt das Bruttoeinkommen bei Fachkräften an dieser Stelle oder beginnt sogar wieder zu sinken.

 

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