Warum Sie vor dieser Post keine Angst haben müssen

Gefälschte Mahnschreiben: So sollten Sie reagieren

Immer wieder werden gefälschte Mahnungen per E-Mail oder per Post verschickt. Da diese meist sehr professionell gemacht sind und einen offiziellen Eindruck machen, sind viele Empfänger verunsichert. Um falsche Reaktionen zu vermeiden, sollten Sie Ihre Finanzen fest im Blick haben und auch Ihre Praxismitarbeiter für das Problem sensibilisieren. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie mit gefälschten Mahnungen umgehen sollten.

Im Namen von angeblichen Inkasso-Unternehmen oder sogar Verbänden und Behörden versuchen Betrüger immer wieder deutschlandweit Verbraucher und Selbständige über den Tisch zu ziehen. So drohte beispielweise eine „Global Network Inkasso“ in gefälschten Mahnungsschreiben mit dem Besuch eines Außendienstmitarbeiters oder gerichtlichen Konsequenzen, falls man die geforderte Summe nicht umgehend bezahlt. Doch diese Briefe sind Fälschungen, das ist sogar recht leicht zu erkennen: Zum einen wird nicht genannt, wofür das Geld gefordert wird. Zum anderen existiert die Anschrift „Leipzigerstr. 17 in 17953 Hamburg“ nicht.

Falls auch in Ihrem Praxisbriefkasten ein Schreiben der Global Network Inkasso oder eines anderen angeblichen Inkassounternehmens landet, sollten Sie den Inhalt genau prüfen. Oft genug haben die Betrüger, die Adressen von Verbrauchern oder Selbständigen über dubiose Quellen einkaufen, nämlich Erfolg. Privatleute lassen sich von den Drohungen in den Briefen verunsichern und überweisen den geforderten Betrag, um keine weiteren „Geldstrafen“ zu riskieren. Selbständige oder Gewerbetreibende, die laufend irgendwelche Rechnungen ausstellen und auch zu bezahlen haben, blicken bei ihren Finanzen nicht immer durch und gehen davon aus, dass der offiziell wirkende Brief schon seine Richtigkeit haben wird.

Den Betrügern reicht es aus, wenn ein Bruchteil der Schreiben zum Erfolg führt. Das ist der Fall, weshalb sie mit immer neuen Varianten von gefälschten Mahnungsschreiben kommen. Wer aber genau hinschaut, kann solche Betrügerbriefe beziehungsweise Mails schnell entlarven:

  • Verdächtig sind viele Rechtschreib- und Grammatikfehler. Die sind allerdings nicht mehr so oft vorzufinden. Leider sind auch Gauner durchaus lernfähig.
  • Seriöse Firmen verschicken stilistisch korrekte Briefe und stoßen keine Drohgebärden aus. Hauptforderungen und Nebenforderungen wie Zinsen sind genau aufgeschlüsselt und es wird nicht mit „Geldstrafen“, Besuchen von Mitarbeitern oder Gerichtsverfahren gedroht.
  • Prüfen Sie die Adresse des Unternehmens. Oft reicht es, diese in eine Internetsuchmaske einzugeben und es erscheinen schon negative Erfahrungsberichte anderer Betroffener. Fehlt eine ladungsfähige Adresse beziehungsweise existiert die angegebene gar nicht, können Sie den Brief direkt in den Papierkorb werfen. Branchenbucheinträge von Inkasso-Unternehmen sind übrigens nicht unbedingt ein Zeichen für Seriosität. Es gibt auch zwielichtige Branchenbücher und die Einträge werden nur eingebucht, aber nicht inhaltlich geprüft.
  • Es gibt gar keinen Auftraggeber oder Forderungsbetreff? Auch das ist ein klarer Hinweis auf betrügerische Machenschaften. Inkassounternehmen müssen außerdem eine Registriernummer angeben. Deren Richtigkeit können Sie auf der Seite des Rechtsdienstleistungsregisters prüfen.
  • Haben Sie das Mahnschreiben per E-Mail erhalten, sollten Anhänge auf keinen Fall geöffnet werden. In solchen Fällen ist das Mahnschreiben oft nur Show, im Anhang befinden sich dann gefährliche Viren, die Ihre Rechner befallen und immensen Schaden anrichten können.
  • Behalten Sie Ihre Finanzen im Griff. Wenn Sie genau wissen, dass keine Rechnungen mehr offen sind, dürfte Ihnen ein Mahnschreiben sofort verdächtig vorkommen.
FeedbackSenden
Anzeige

Telematikinfrastruktur: Die Installation

Um Arztpraxen schnell und sicher an die TI anzubinden und im Nachgang einen reibungslosen Praxisablauf zu gewährleisten, müssen TI-Komponenten und Arztinformationssystem wie Zahnräder ineinandergre... Mehr
Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

Weitere Artikel zum Thema:

Buchhaltung

GOÄ: So rechnen Sie die ärztliche Leistung korrekt ab


Wirtschaftlicher Vorteil

Zulassung ist kein Wirtschaftsgut


Bewährtes Verfahren

Scoring: Bonitätsprüfung per Datensammlung


Gewerbliche Einkünfte

Scheingesellschafter in der Arztpraxis führen zu Gewerbesteuerpflicht


Fristen unbedingt beachten

Steuertermine 2018: Ein Überblick für Praxisinhaber


Anzeige
Drucken