Rendite mit Risiko

Geld in Aktien anlegen: Einsteiger-Tipps für Ärzte

Der Dax klettert nach oben – oder stürzt in die Tiefe. Geld vermehrt sich, oder es wird weniger. Vielen Ärzten erschließt sich diese Welt kaum oder sie überlassen entsprechende Investitionen ihren Beratern. Doch Geld in Aktien anzulegen ist kein Hexenwerk.

(dpa/tmn) Aktien sind für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Wer aber sein Vermögen langfristig vermehren möchte, kommt kaum darum herum. Was müssen Einsteiger wissen?

Vorbereitung: Wer Geld in die Hand nimmt, um es anzulegen, sollte sich vorher ein paar Fragen stellen. Brauche ich das Geld in der nahen Zukunft? Wofür will ich das Geld anlegen? Außerdem ist es sinnvoll, sich auszurechnen, wie das eigene Vermögen überhaupt aufgeteilt ist. «Dafür brauche ich keinen Berater, sondern einfach einen Zettel und einen Stift», sagt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).

Weltweite Indexfonds (ETS): Wer von Aktien relativ wenig Ahnung hat, sollte sich für Aktienfonds entscheiden, wie Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät. Der Vorteil: Hier wird das Vermögen im Gegensatz zu Einzelaktien breit gestreut, das Risiko ist also geringer. Bei gemanagten Aktienfonds fallen aber mitunter hohe Kosten an. Doch es gibt eine günstige Alternative: Exchange Traded Funds (ETF). Anleger können hier zum Beispiel auch monatlich ansparen.

Einzelaktien: In Einzelaktien zu investieren ist aufwendiger und erfordert mehr Interesse am Thema. «Ich sollte dann Geld anlegen, das ich auch wirklich übrig habe», rät Kurz. Anleger sollten dann das Risiko ebenfalls streuen und in verschiedene Aktien investieren. «Fünf verschiedene Werte sollten es schon sein, da kommt dann insgesamt schnell mal eine Investitionssumme von 10.000 Euro zusammen.» Die Aktien sollten außerdem aus unterschiedlichen Branchen kommen. Idealerweise sollte man in Unternehmen investieren, die nicht so stark Konjunktureinflüssen ausgesetzt sind und in Geschäftsmodelle, die sich bewährt haben.

Ruhe: «Wer Einzelaktien kauft, sollte regelmäßig einen Blick in die Jahresberichte der Unternehmen werfen und sich die Geschäftszahlen anschauen», rät Kurz. Scherfling weist darauf hin, dass es dann wichtig ist, eventuelle Schwankungen richtig zu bewerten: Schwächelt das Unternehmen oder ist die Stimmung an der Börse gerade schlecht? In letzterem Fall können Anleger mit einem längeren Anlagehorizont Ruhe bewahren, bei ersterem sollten sie handeln. Wer Fonds kauft, hat es auch hier wieder leichter: «Man sollte zwar regelmäßig gucken, wie sich das entwickelt, aber langfristige Strategien nicht durch kurzfristigen Aktionismus aufgrund temporärer Ereignisse ersetzen.»

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