Gesamtbetrag spart Zinsen

Versicherungsprämien: Geld sparen durch Jahreszahlung

Wer Versicherungsprämien monatlich zahlt, zahlt grundsätzlich drauf. Die Umstellung der Prämienzahlungen auf Jahresbeiträge spart viel Geld und beschert eine enorme Rendite.

Für Sachversicherungen (wie Hausrat-, Privat- und Kfz-Haftpflichtpolicen) verlangen die meisten Versicherer bei monatlicher oder vierteljährlicher (Fachjargon: „unterjährige“) Zahlungsweise bis zu fünf Prozent Aufpreis auf den gesamten Jahresbeitrag. Das klingt nach weniger, als es ist. Monatliche Zahlweise kostet einen effektiven Jahreszins von nicht weniger als 11,35 Prozent.

Bei Lebens- und Rentenversicherungen ist die Zahlungsweise sogar noch bedeutsamer. Denn wer monatlich nach Abzug aller Kosten über die Jahre monatlich 100 Euro in eine Rentenversicherung einzahlt, wird weniger Rente bekommen als jemand, der einmal jährlich 1.200 Euro einzahlt. Denn die Aufschläge für die monatliche Zahlungsweise führen dazu, dass bei monatlicher Zahlung fünf Prozent zusätzliche Kosten einbehalten werden – statt der 100 Euro landen also nur 95 Euro im Spartopf. Nach 25 Jahren wird das einen Rentenunterschied von mehr als fünf Prozent ausmachen! Bei einer Kapitallebensversicherung etwa summiert sich bei einer Laufzeit von 25 Jahren und einer Sparleistung von 1.200 Euro jährlich der Unterschied am Ende auf rund 2.679 Euro bei der Cosmos.

Private Krankenversicherungen kalkulieren ihre Beiträge als Monatsbeiträge. Dort können Gutverdiener, die es sich leisten können, jährlich zu zahlen, einen Rabatt bekommen. Bis zu drei Prozent auf den Gesamtbetrag sind möglich, was einer Verzinsung von rund sechs Prozent aufs Jahr gerechnet entspricht, da die einzelnen Monatsbeiträge für unterschiedlich lange Zeiträume vorgestreckt werden. Diese sechs Prozent sind im Gegensatz zu Zinserträgen aus Sparanlagen völlig steuerfrei.

Auch die Beitragsdynamik wirkt ertragsmindernd. Das liegt einerseits am eingeschränkten Zinseszinseffekt und andererseits an höheren Kosten. „Ein Teil der Beitragserhöhungen wird als erneute Abschlusskosten verrechnet“, so der Berliner Versicherungsexperte Thomas Schuster. Dadurch verringert sich der für den Kapitalaufbau zur Verfügung stehende Sparbetrag. „Die Versi- cherer informieren ihre Kunden schlecht über die optimale Vertragsgestaltung.“ Dadurch gehe Kunden viel Geld verloren. Um den Ertrag zu verbessern, sollten Versicherte der Dynamisierung ihrer Beiträge widersprechen. Wer dies jedoch nicht möchte, der kann nach Ansicht Schusters zumindest jedes zweite oder dritte Jahr die Beitragsanhebung per Widerspruch aussetzen.

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